Meine Kirche
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Riniken Brugg-Nord — Katholisches Kirchenzentrum
gehört zu Pastoralraum Brugg-Windisch – Region
Rüfenacherstrasse 7
5223 Riniken
Informationen
Riniken Brugg-Nord — Katholisches Kirchenzentrum
Gottesdienste
Sonntag, 26. Juli
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09:00
Eucharistiefeier
Eucharistiefeier
(A. Kaczor)
Kollekte: LEWA
Anschliessend Chilekafi- Ort: Riniken — Riniken, Kirchliches Zentrum Lee
Sonntag, 02. August
-
11:00
Wortgottesfeier
Wortgottesfeier
(C. Mumbauer)
Kollekte: Kinderhort Tatzelwurm
Anschliessend Chilekafi- Ort: Riniken — Riniken, Kirchliches Zentrum Lee
-
09:00
Veranstaltungen
Dienstag, 28. Juli
-
19:00
Veranstaltung - Riniken, Kirchliches Zentrum Lee
Stille im Alltag
Schweigemeditation aus der Tradition des Zen verbunden mit christlicher Mystik mit Andreas Zimmermann.- Ort: Riniken — Riniken, Kirchliches Zentrum Lee
Dienstag, 04. August
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19:00
Veranstaltung - Riniken, Kirchliches Zentrum Lee
Stille im Alltag
Schweigemeditation aus der Tradition des Zen verbunden mit christlicher Mystik mit Andreas Zimmermann.- Ort: Riniken — Riniken, Kirchliches Zentrum Lee
-
19:00
News
Riniken Sommerreihe: Erschöpfung — Schöpfung — Erschaffen

Eine erschöpfte Schöpfung – unsere Welt am Limit
Nicht nur wir Menschen kennen Erschöpfung – auch unsere Welt zeigt Zeichen davon.
Hitzeperioden, Trockenheit, extreme Wetterlagen, übernutzte Ressourcen: Vieles erinnert uns daran, dass die Schöpfung unter Druck steht. Was uns trägt, scheint selbst an Grenzen zu kommen.
Die Bibel spricht überraschend klar davon. Im Römerbrief heisst es: «Die ganze Schöpfung seufzt und liegt in Geburtswehen» (Röm 8,22).
Ein starkes Bild: Die Welt ist nicht einfach nur erschöpft – sie ringt, sie leidet, sie ist in einem Prozess. Und wir sind Teil davon.
Das kann verunsichern. Aber es kann auch unseren Blick verändern. Wir stehen nicht über der Schöpfung, wir leben in ihr – und mit ihr.
Vielleicht beginnt Veränderung nicht zuerst bei grossen Lösungen, sondern bei einer Haltung:
- wieder staunen lernen,
- achtsamer leben,
- mit dem umgehen, was uns anvertraut ist.
Die Schöpfung ist nicht einfach «da». Sie ist Geschenk – und Aufgabe zugleich.
Und vielleicht spüren wir: Die Erschöpfung der Welt berührt auch unsere eigene.
Anna Di Paolo, Pfarreiseelsorgerin
11.07.2026Riniken Lourdes — Ein Ort der Hoffnung

Warum uns die Geschichte von Bernadette Soubirous bis heute berührt.
Vielleicht haben Sie in den vergangenen Wochen eine Lourdesgrotte besucht oder sind bei einer Andacht stehengeblieben. Solche Grotten – oft liebevoll gestaltet und mit Kerzen geschmückt – laden ein zum Innehalten. Doch was hat es mit Lourdes eigentlich auf sich?
Die Geschichte führt uns zurück ins Jahr 1858, in das kleine Städtchen Lourdes im Süden Frankreichs. Dort lebte die 14‑jährige Bernadette Soubirous, ein einfaches Mädchen aus sehr armen Verhältnissen. Am 11. Februar 1858 ging sie mit ihrer Schwester und einer Freundin zum Holzsammeln in die Grotte von Massabielle. Dort geschah etwas, das ihr Leben – und später das Leben von Millionen Menschen – verändern sollte: Bernadette berichtet von der Erscheinung einer «schönen Dame», die sie zum Gebet einlädt.
In den folgenden Monaten erlebt sie diese Erscheinung insgesamt 18 Mal. Die Botschaft ist dabei schlicht und zugleich tief: Einladung zum Gebet, zur Umkehr und zum Vertrauen auf Gott. An einer Stelle soll Bernadette im Boden graben – eine Quelle entsteht, deren Wasser bis heute mit Heilung und Trost verbunden wird. Später bezeichnet sich die Erscheinung mit den Worten: «Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.»
Was zunächst mit Skepsis betrachtet wurde, verbreitete sich schnell. Tausende Menschen kamen zur Grotte – viele mit ihren Sorgen, Krankheiten und Hoffnungen. Nach sorgfältiger Prüfung erkannte die Kirche die Ereignisse einige Jahre später als glaubwürdig an. Lourdes wurde zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Welt.
Und Bernadette? Sie blieb bescheiden. Sie trat in ein Kloster ein und lebte zurückgezogen. Nicht das Aussergewöhnliche stand für sie im Mittelpunkt, sondern das Vertrauen auf Gott im Alltag. 1879 starb sie mit nur 35 Jahren, 1933 wurde sie heiliggesprochen.
Was aber bedeutet diese Geschichte für uns heute?
Vielleicht gerade dies: Gott begegnet uns nicht nur in grossen, spektakulären Momenten, sondern oft in der Einfachheit. Eine arme, wenig gebildete Jugendliche wird zur Botin einer Hoffnung, die bis heute viele Menschen trägt. Lourdes ist deshalb nicht nur ein Ort der Wunder, sondern vor allem ein Ort des Gebets – ein Ort, an dem Menschen erleben: Ich darf kommen mit dem, was mich bewegt.
Die Lourdesgrotten, die wir auch in unserer Umgebung finden, sind kleine Zeichen dafür. Sie holen etwas von dieser Erfahrung in unseren Alltag: einen Ort der Stille, einen Ort für Kerzen und Gebete, einen Ort, an dem wir Gott unser Leben hinhalten können – so wie Bernadette damals.
Vielleicht nehmen Sie sich in diesen Sommerwochen einmal die Zeit, eine solche Grotte bewusst zu besuchen. Verweilen Sie einen Moment, entzünden Sie eine Kerze oder sprechen Sie ein stilles Gebet. Denn die Einladung von Lourdes gilt bis heute: innehalten, vertrauen und hoffen.
Anna Di Paolo, Pfarreiseelsorgerin
11.07.2026