Buchs-Rohr
Nicht Untertanen, sondern Bundesgenoss:innen
Vortrag und Gespräch über eine befreiende Rede von Gott
Seit geraumer Zeit läuft mit dem Lesen des Buches "Befreiung aus der Sklaverei" von Dick Boer ein Lernhaus in biblischer Theologie.
Der nächste Lernhaustermin wird ein Vortrag zu Thematik vom Bund sein, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.
Vielleicht tasten Menschen sich nur vor zu einem Gott, der ein befreiender sein will, kein Überwesen oder höheres Wesen. Der Evangelist Lukas legt Mirjam von Nazareth ein Lied in den Mund, das bei Hanna, der Mutter Samuels, seinen Vorläufer hat: Ein veritables Befreiungslied von Gott, der die Mächtigen und Reichen von ihren Thronen holt. Dass sich dieses Lied nicht nur gegen die faktischen Machtverhältnisse auflehnt, sondern diese Auflehnung mit der Gottesrede verbindet, macht aus dieser Bewegung einen absoluten Imperativ. Dieser Gott hat rein gar nichts mehr mit Machtansprüchen oder ihrer himmlischen Absicherung zu tun: Einen Gott als höheres Wesen und Überwesen ist ein Nichts - nur blosse Verlängerung irdischer Macht in einen "Himmel", um das ewig gleiche Muster von Unterdrückung, Ausbeutung und Ungleichheit zu perpetuieren.
In der umwälzenden Erzählung von der Sintflut endet, was als Katastrophe begann, mit dem unverbrüchlichen Bund Gottes mit allem, was lebt. Fast wie ein wiederkehrender Refrain - entdecken biblische Menschen ihren Gott, der in kompromissloser Weise Leben schützen will, immer wieder neu. Nichts und niemand soll mehr dem Tod überantwortet werden. Das Symbol des Bundes ist der Regenbogen, Symbol, das gegen die tödlichen Reden steht: Von der neuerlichen Ignoranz der Zerstörung der Lebensgrundlagen und eines "freundlichen" Klimas, über die Kriegsertüchtigung und Militarisierung der Gesellschaft bis zum Erstarken des Faschismus weltweit. (Foto: P. Bernd - Regenbogen über der Ostsee)
Der Gott aber, zu dem den die Bibel entdeckt, ist der, der die Überwesen der Mächtigen entmachtet hat. Von diesem wird nun in immer neuem Ansetzen als dem gesprochen, der mit Menschen, der mit dem Lebendigen, der mit seinem Volk einen unverbrüchlichen Bund schliesst, um durch "sie" die vielen kleinen und grossen, persönlichen und gesellschaftlichen Wege der Befreiung und Emanzipation zu gehen.
Die Zuspitzung der Befreiung könnte lauten: Der Mensch nicht ohne Gott, aber auch Gott nicht ohne den Menschen. - Und so ist die Rede vom Bund Gottes auch die seiner Gefährdung und die von Treue, die von Erinnerung und Feier, um daran festzuhalten: Sie sollen keine - niemand, kein einziger - Untertan sein, sondern Bundesgenoss:innen.
Datum: Montag, 21. September, 19.30 Uhr - mit Peter Bernd, Pfarrer
Ort: Zentrum St. Johannes, Brummelstrasse 9, Buchs AG
Eintritt frei.
18.07.2026
Buchs-Rohr
Sommerfest für alle am 30. August
18.07.2026
Buchs-Rohr
Familiengottesdienst zum Schulstart
Sonntag, 9. August, 11.15 Uhr
Ein neues Schuljahr beginnt – mit neuen Chancen, neuen Begegnungen und vielen spannenden Erfahrungen.
Dazu sind alle herzlich eingeladen: Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und Familien, Lehrpersonen sowie alle interessierten Menschen zum gemeinsamen Singen, Beten und um Gott um Kraft, Mut, Freude und seinen Segen für das neue Schuljahr zu bitten.
Im Anschluss an den Gottesdienst bietet sich bei einem erfrischenden Apéro Gelegenheit zum ungezwungenen Beisammensein.
(Foto Pixabay) 14.07.2026
Buchs-Rohr
Goldene Hochzeit
Auch dieses Jahr lädt Bischof Felix Gmür diejenigen Paare zum Festgottesdienst in der Kathedrale St. Urs und Viktor in Solothurn ein, welche dieses Jahr ihre Goldene Hochzeit feiern.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird ein Imbiss offeriert.
Die Ehepaare von Buchs und Rohr haben eine persönliche Einladung erhalten.
Samstag, 5. September 2026, 15 Uhr
14.07.2026
Buchs-Rohr
Kirchenpflege und Pfarreirat: Lust zu gestalten?
Ende Jahr sind Wahlen
Im dualen System der Schweizerischen katholischen Kirche gibt es die so genannte staatskirchenrechtliche Seite, die demokratisch organisiert ist. Auf lokaler Ebene wird sie Kirchgemeinde genannt, die für die Finanzen und die administrative Verwaltung der Gebäude zuständig ist. Deren exekutives Gremium, die Kirchenpflege, und die Vertreter/innen für die übergeordnete Instanz, die Synode bzw. Landeskirchenparlament, werden im November 2026 für eine neue Amtsperiode von vier Jahren gewählt.
Hast Du / Haben Sie Interesse? Voraussetzung der Wählbarkeit: Mindestens 16 Jahre alt, Mitglied in der röm.-kath. Kirchgemeinde vor Ort gleich welcher Nationalität.
Melden Sie sich bei gerne im Sekretariat.
Und was ist der Pfarreirat oder ein Pastoralraumrat?
Im dualen System heisst die lokale Ebene Pfarrei oder regional Pastoralraum. Zum diesem gehören die Pfarreien Aarau, Buchs/Aarau-Rohr, Entfelden, Schöftland, Suhr/Gränichen.
Wenn es einen Pfarreirat oder einen Pastoralraumrat gibt, sollen deren Mitglieder auch gewählt werden. Der Zeitpunkt dafür kann offen bestimmt werden. In der Regel auch in einem 4-Jahres-Zyklus. - Hier geht es um das ganze Spektrum, Kirche zu denken, Visionen zu teilen, Kirche zu leben in allen ihren Aufgaben und mit allen möglichen Ideen, zu verbinden und zu vernetzen.
Derzeit gibt es einen Pfarreirat für Buchs/Rohr. Bei Interesse melde Dich einfach im Sekretariat. - Ein Pastoralraumrat muss erst noch "erfunden" werden. Klar ist, dass die Kirche in der Region ihre Zuklunftsvisionen formulieren wird.
02.07.2026
Buchs-Rohr
Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt?
31.08. - Präsentation des Buches von Urs Eigenmann in der Paulus Akademie
Im März wurde im Pfarrblatt "Lichtblick" und auf der Webseite des Pastoralraumes auf das in diesem Jahr erschienene Buch "Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt? Das Konzil von Nizäa und die Zerrissenheit des Christentums" hingewiesen. Ende August findet nun dessen Vernissage in der Zürcher Paulus Akademie statt, zu der öffentlich eingeladen wird. Sie findet statt in Kooperation mit dem Genossenschaftsverlag Edition Exodus. Neben der Teilnahme an dieser Veranstaltung wird selbstverständlich die lehrreiche Lektüre des Buches empfohlen, das ein Plädoyer für einen biblischen Glauben mit seiner Option für die Armen und ein prophetisch-messianisches Christentum ist.
"Der Sieg Konstantins über Maxentius" - Ausschnitt aus dem Freskenzyklus "Legende vom Wahren Kreuz" von Piero della Francesca in der Basilika San Francesco, Arezzo, 1452-1466 (Bild: Bernard Schlup - Edition Exodus)
Einladung der Paulus Akademie
Jede Rede von Gott steht in Beziehung zu menschlichen Vorstellungen über Gesellschaft und Welt. Im Rückgriff auf den Exodus-Gott und das Reich-Gottes-Zeugnis Jesu arbeitet Urs Eigenmann die theologischen Grundlagen befreiender Praxis heraus. Seiner Meinung nach steht das Konzil von Nizäa (325) im Widerspruch dazu, denn dessen Rede von Gott rechtfertigt mit platonischer Philosophie die bestehenden Verhältnisse. Seit diesem Konzil müsse zwischen dem prophetisch-messianischen Christentum und der imperialdogmatischen Christenheit unterschieden werden. Diese bis heute andauernde Zerrissenheit kann, so der Autor, nur durch eine radikale Rückbesinnung auf den nicht entstellten, biblisch-authentischen Glauben überwunden werden.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Genossenschaftsverlag Edition Exodus (www.editionexodus.ch).
Gast: Urs Eigenmann, 1946 in Bern geboren, Dr. theol., emeritierter Pfarrer und Lehrbeauftragter an der Universität Luzern
Moderation/Leitung: Erwin Koller, Theologe und Publizist– Odilo Noti, Präsident Edition Exodus – Csongor Kozma, Direktor Paulus Akademie
Ort: Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich - Nähe Bahnhof Hardbrücke
Anmeldung: Bis Mittwoch, 26. August, über die Webseite der Paulusakademie (Link auf der Webseite der Pfarrei)
Eintritt: frei, mit Umtrunk
Kollekte: zur Deckung der Kosten, empfohlen: 15 CHF
02.07.2026
Buchs-Rohr
Gespendete Kollekten
Herzlichen Dank für folgende Kollekten: La Union blüht auf 396.95 CHF Schule Santa Teresa Nicaragua 510.85 CHF Verpflichtungen des Bischofs 90.95 CHF Aarg. Muttertagsfonds AFK 71.50 CHF Mediensonntag 66.65 CHF