Warum ich die Osterzeit liebe? Es gibt viele Gründe dafür: längere Tage, mehr Licht, mehr Wärme, frische Düfte in der Luft, überall grün, das Leben kehrt zurück, neue Blumen – mit einem Wort: Der Frühling ist da!
Ich bin – so glaube ich fest – nicht allein mit der Freude an dem Erwachen der Schöpfung Gottes (viele nennen es: Natur). Für mich als Christ gibt es aber noch weitere Gründe: Nach der langen, strengen, an und für sich nicht gerade einfachen Zeit der Vorbereitung auf Ostern, genannt Fastenzeit, kommt endlich Erleichterung: Der Karfreitag ist vorbei, die Sonne des Ostermorgens geht auf, in der Kirche ertönen wieder die Kirchenglocken und die Orgel. Halleluja! Jesus lebt! Was ich aber besonders gerne habe, das sind die biblischen Texte der Osterzeit. Eigentlich begleiten sie mich vom Kindesbeine an. Und ich laufe die Gefahr der Gewohnheit: Ja, wieder die Frauen am Grab, der schnellere Johannes und Petrus, der im Lauf zum Grab den zweiten Platz gewinnt. Und wieder Jesus als Gärtner, und Maria von Magdala, die ihn an der Stimme erkennt…Alles bestens bekannt. Da schläft die Seele nach dem zweiten Satz ein…
Ein ganz besonderes Evangelium
Es gibt aber ein Evangelium, das ich besonders gerne habe, das mich immer wieder in meiner Spiritualität, in meinem Glaubensleben inspiriert: Die zwei Jünger unterwegs nach Emmaus (Lk 24,13-35). Dieser Text scheint mir in der heutigen Zeit brandaktuell zu sein. Es ist der Abend des Ostersonntags. Zwei Jünger Jesu, der eine mit dem Namen Kleopas, der andere bleibt anonym, verlassen Jerusalem und gehen ins Dorf Emmaus, 12 Stadien von Jerusalem entfernt. Sie gehörten nicht dem engsten Kreis der Jünger Jesu (nach seiner Auferstehung genannt Apostel, der Gruppe von Zwölf) an, sondern bildeten vielleicht die weitere Gruppierung von 72 Jüngerinnen und Jünger Jesu. Enttäuschung, Perspektivenlosigkeit, Resignation – ich glaube, diese Worte beschreiben ihren Seelenzustand treffend. Sie mussten sich von der Person Jesu von Nazareth begeistern lassen. Seine Lehre mit Autorität, seine Wunder, seine Persönlichkeit haben sie nicht wenig fasziniert. Und noch das politische Motiv dazu: Viele sahen in ihm den ersehnten Messias, der Israel aus der römischen Hand befreien könnte. Diese Hoffnungen sind aber alle ausnahmslos gestorben. Dieser phantastische Mensch, der sich selbst als Sohn Gottes genannt hatte, ist am Kreuz gestorben, zusammen mit zwei Schächern. Ein bitteres Ende, eine totale Niederlage, Schluss mit allen Hoffnungen. Was bleibt ihnen also übrig? Zurück in ihre Heimat, Neuorientierung oder Wiederaufnahme ihres früheren Berufslebens.
Kleopas, sein namenlose Kommilitone und wir
Dieser Text vom Evangelisten Lukas spiegelt unsere aktuelle Situation wider. Viele getaufte Christinnen und Christen verlassen die Kirche. Es geht nicht nur um die formalen Kirchenaustritte, aber um die allgemeine Situation der christlichen Religion, besonders in der westlichen Kultur. Woche für Woche landen in meinem Pfarrbüro die Einschreiben: Kirchenaustritt. Oft direkt im Internet gefundene fertige Vorlage: „Hiermit erkläre ich…“. Kurz, bündig, emotionslos. Als ob es um einen bedeutungslosen Verein ginge. Und der letzte Satz, der mir am meisten schmerzt: „Ich wünsche keine Kontaktaufnahme“. Ich sitze da und frage mich: Warum dieser Austritt? Was sind die Beweggründe? Geht es wirklich nur um die Kirchensteuer? Oder ist es Abschied von einer Gemeinschaft, zu der ich kaum Kontakt aufgenommen habe? Ist es Enttäuschung von der Kirche als Institution? Zu viel Formalismus, zu viel Kirchenrecht, nur Gebote und Verbote? Gerne würde ich diese Fragen persönlich stellen. Das geht leider nicht: „Nach reiflicher Überlegung…“. Gut. Ist es vielleicht eine falsche Vorstellung von der Kirche als Gemeinschaft der Perfekten, Makellosen, ohne jegliche Sünde? Das werden wir wohl erst im Himmel sein. Mich interessiert auch, was wir als konkrete Ortsgemeinde der Kirche falsch machen? Was sollen wir anders machen? Leider keine Chance auf eine Antwort.
Jesus, der perfekte Begleiter
Mit zunehmenden Alter stelle ich fest: Jesus unterwegs nach Emmaus – wie viel kann ich von ihm lernen, übernehmen! Gewaltfreie Kommunikation in Person. Zuerst das Sich-Anschliessen, Mitgehen. Fragen: „Wie geht es dir? Was beschäftigt dich? Wo liegt das Problem?“ Und das als keine Floskel, anstatt Hallo. Und Ins-Gespräch-kommen. Nicht gleich beurteilen, gar kritisieren. Und erst dann argumentieren, Vertrauen wecken – und vertiefen. Die Jünger laden den Unbekannten zu sich ein, er ist ihnen sympathisch. Und dann die Entdeckung: Ja, das ist ER! Der mit uns so oft das Brot gebrochen und gegessen hat: Jesus von Nazareth, er lebt wirklich! Diese Nähe, diese Tischgemeinschaft, diese Herzlichkeit, diese Vertrauen, diese Gemeinschaft. Was machen die zwei? An der Stelle gehen sie nach Jerusalem zurück, um den Jüngern im Abendmahlsaal zu sagen: Jesus lebt, wir sind ihm begegnet!
Und wir?
Wohin gehen die Menschen, die zwar getauft sind, aber der kirchlichen Gemeinschaft den Rücken kehren? Wie meistern sie die Grundfragen des Lebens: Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Meine Frage lautet: Haben wir uns als kirchliche Glaubensgemeinschaft genug darum gekümmert, die Eucharistie als persönliche Präsenz von Jesus am Tisch mit Brot und Wein zu gestalten und zu erleben? Oder nur ganz pingelig drauf geachtet, dass alles im Gottesdienst wie im Theater strikt nach Programm läuft? Und alle Darsteller ihre Rolle perfekt spielen? Damit wir dann am Ende sagen können: „Ufff! Geschafft, es war schön! So viele Leute sind gekommen!“ Und was haben bitte diese Leute erfahren, mit auf den Weg genommen? Haben sie die Präsenz Jesu in dem Ganzen wirklich erfahren? Oder war all das für sie nur spanisches Dorf?
Pfr. Ignacy Bokwa
13.04.2026
Seelsorgeverband
ökum. Kinderfeier
Am Sonntag, den 26. April, um 10.45 Uhr freuen sich Martha, Nathalie und Regine auf viele Kinder zur Feier zum Thema Frieden im Pfarreiheim.
13.04.2026
Seelsorgeverband
Unsere Jahrzeite im Mai
Wir haben die Jahrzeite wie folgt vorgesehen:
Himmelried:
Sonntag 10. Mai 2026, 10.45 Uhr
Franz-Xaver Kilcher
Meltingen:
Sonntag, 10 Mai 2026, 9.00 Uhr
Elsbeth Jeger-Jeger
Oberkirch:
Samstag, 2. Mai 2026, 18.00 Uhr
Edith Stebler-Stebler
Samstag, 9. Mai 2026, 18 Uhr
Anna Altermatt-Jeker, Margrit und Franz Altermatt-Häner, Heidi Stebler-Spaar
Bitte melden Sie sich im Pfarramt, falls Ihnen das geplante Datum nicht passen sollte.
13.04.2026
Seelsorgeverband
Urlaub
Pfarrer Ignacy Bokwa weilt in Urlaub. Falls Sie einen Priester benötigen, rufen Sie bitte die Notfallnummer 079 910 58 84 an. Wir werden Sie so bald wie möglich kontaktieren.
13.04.2026
Seelsorgeverband
Artikel
Die schönen Palmen von Himmelried 13.04.2026
Seelsorgeverband
Kollekten
Wochenende 18./19. April
Das Opfer ist für die Chance Kirchenberufe
Wochenende 25./26. April
Das Opfer ist für den Synodalen Prozess
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
13.04.2026
Seelsorgeverband
Urlaub
Pfr. Ignacy Bokwa weilt vom 14. April - am 26. Mai in Urlaub. Im Notfall oder bei einem Todesfall rufen Sie bitte auf die Notfall-Telefon-Nummer (079 910 58 84) an. So bald als möglich werden wir Ihnen helfen. Herzlich begrüssen wir in dieser Zeit seine Aushilfen, bei welchen wir uns dafür bedanken.
30.03.2026
Seelsorgeverband
Erstkommunion
Zwölf Kinder dürfen das erste Mal zum Tisch des Herrn
In zwei Feiern, die erste in Meltingen, am Samstag, den 11. April um 15.00 Uhr und in der zweiten, am Sonntag, den 12. April um 10.00 Uhr in Oberkirch kommen insgesamt 12 Kinder zum Tisch des Herrn:
in Meltingen sind dies:
Viola Börcsök, Adriana Hänggi, Yves Holzherr
in Oberkirch sind dies:
Chiara Caruso, Julia Gasser, Mattia Giganti, Felix Hänggi, Lina Hänggi, Balduin Huber, Gian Koch, Leo Stebler, Fiona Steiner
Tanja Borer hat die Kinder auf ihrem Weg zur Erstkommunion vorbereitet und begleitet. Bei den Feierlichkeiten stösst Pfarrer A. Maier jeweils dazu und übernimmt den priesterlichen Teil. Herzlichen Dank den beiden für ihr grosses Engagement.
In diesem Jahr wirkte zudem Pfarrer I. Bokwa im Hintergrund unterstützend mit. Auch der Brass Band Meltingen sowie der Konkordia Nunningen danken wir herzlich für die musikalische Begleitung der Kinder beim Einzug in die Kirche.
Im Anschluss an die Feierlichkeiten sind alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher herzlich zu einem Apéro, offeriert von der jeweiligen Kirchgemeinde, eingeladen.
Wir wünschen den Kindern schöne Erstkommunionsfeiern und auf ihrem weiteren Werdegang als Christen viele schöne Momente.
30.03.2026
Seelsorgeverband
Artikel
30.03.2026
Seelsorgeverband
Eingenommene Opfer
Wir haben von Ihnen die folgenden Opfer dankbarer weise eingenommen: