Reden kann Leben retten
Im Fall einer suizidalen Krise kann ein Gespräch die Rettung sein.
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Reden kann Leben retten

Am Mittwoch, 10. September, ist Welt-Suizidpräventionstag

In der Schweiz sterben jährlich mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle und Drogen zusammen. Mehrere Aktionen am Welt-Suizidpräventionstag vom Mittwoch, 10. September, machen bewusst, wie wichtig es ist, über Belastendes zu sprechen und Hilfe anzunehmen.

In der Schweiz ster­ben jährlich rund 1100 Men­schen durch Suizid, das ist trau­rige Real­ität. Fast jed­er Men­sch wird im Laufe des Lebens mit einem oder mehreren Suiziden oder Suizid­ver­suchen kon­fron­tiert. Der inter­na­tionale Welt­tag der Suizid­präven­tion lädt dazu ein, über psy­chis­che Krisen zu sprechen und Hil­fe sicht­bar zu machen. Im Rah­men der Aktion­stage Psy­chis­che Gesund­heit Kan­ton Aar­gau engagiert sich das Suizid-Netz Aar­gau aktiv an zwei Ver­anstal­tun­gen.

Gespräche auf dem Sofa

In Brugg find­et mit­tags die Aktion «Reden ist Gold! Eine Aktion für junge Men­schen in der Beruf­slehre» statt. Auf den Sofas an den bei­den Stan­dorten der Berufs­fach­schule Gesund­heit und Soziales an der Bad­strasse 48 und an der Basler­strasse 45 führen «die TANTEN» und weit­ere Akteure aus dem Net­zw­erk per­sön­liche Gespräche, in welchen Ler­nende ermutigt wer­den, über Belas­tun­gen zu sprechen und Hil­fe anzunehmen. Die Aktion wird gemein­sam mit 143.ch — Die Darge­botene Hand durchge­führt und bietet einen nieder­schwelli­gen Zugang zu wichti­gen The­men rund um die psy­chis­che Gesund­heit.

Warnsignale und Unterstützungsangebote

Am Abend lädt das Suizid-Netz Aar­gau zusam­men mit der PDAG zur Ver­anstal­tung «Reden ret­tet – Krisen bewälti­gen statt durch Suizid ster­ben» ins Begeg­nungszen­trum der PDAG Königs­felden in Windisch ein. Fach­per­so­n­en machen auf Warnsignale aufmerk­sam und weisen auf Unter­stützungsange­bote hin, eine Suizid­hin­terbliebene teilt ihre per­sön­liche Geschichte. Beim Apéro gibt es Raum und Zeit für Aus­tausch und Ver­net­zung.

Aktionstage Psychische Gesundheit im Kanton Aargau

Die 7. Aktion­stage Psy­chis­che Gesund­heit im Kan­ton Aar­gau find­en vom 6. Sep­tem­ber bis 31. Okto­ber 2025 statt. Infor­ma­tio­nen zu den Ver­anstal­tun­gen find­en Sie auf der Web­seite www.wie-gehts-dir.ch

Onlinekurs «Reden ist Gold — Schweigen ist gefährlich»

Anfang Novem­ber startet der begleit­ete Onlinekurs «Reden ist Gold – Schweigen ist gefährlich». Der Kurs richtet sich an Fach­per­so­n­en, Teams und Inter­essierte, die sich ver­tieft mit Suizid­präven­tion auseinan­der­set­zen möcht­en. Neben dem Ver­mit­teln von Fach­wis­sen, wie «die fünf Säulen der Präven­tion», beste­ht die Möglichkeit, sich mit Fach­ex­perten auszu­tauschen und Fälle aus der Prax­is zu besprechen.

Unter­stützung bei suizidalen Krisen

Hier find­en Sie Hil­fe

Suizid-Netz Aar­gau

Das Suizid-Netz Aar­gau ist ein inter­diszi­plinäres Net­zw­erk ver­schieden­er Insti­tu­tio­nen und Ver­bände im Kan­ton Aar­gau. Erk­lärte Ziele des Vere­ins sind Infor­ma­tion, Präven­tion und Sen­si­bil­isierung von Schlüs­selper­so­n­en aus ver­schiede­nen Bere­ichen. Mit Ver­anstal­tun­gen, Weit­er­bil­dun­gen und Online­for­mat­en möchte der Vere­in dazu beitra­gen, dass Men­schen in schwieri­gen Lebensla­gen nicht allein bleiben – denn Reden ret­tet Leben.

Gut zu wis­sen: Das Suizid-Netz Aar­gau gibt die Broschüre „12 Tipps für den Umgang mit suizidge­fährde­ten Men­schen“ her­aus, die unter Tel 062 824 84 44 oder bestellt wer­den kann.

All­ge­mein zum The­ma www.reden-kann-retten.ch

143.ch – Die Darge­botene Hand ist rund um die Uhr für Men­schen erre­ich­bar. Per Tele­fon, Chat (täglich von 10.00 – 22.00 h) und Mail. Anonym und kosten­los. www.143.ch

Not­fall PDAG 056 481 60 06. Rund um die Uhr erre­ich­bar.

Kon­tak­tieren Sie ihren Hausarzt, Seel­sor­gende in ihrer Gemeinde, eine Ver­trauensper­son

Eine Nummer für alle Fälle - Lichtblick Römisch-katholisches Pfarrblatt der Nordwestschweiz
Seit über 60 Jahren nehmen Frei­willige im Kan­ton Aar­gau das Tele­fon der Darge­bote­nen Hand ab. | © Illus­tra­tion: Nathalie Koller/bureauplus.ch
Redaktion Lichtblick
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