Helena Jeppesen an Uni Luzern geehrt
Die Ehemaligen der Uni Luzern küren Helena Jeppesen-Spuhler zur «Alumna des Jahres 2025».
Bild: © Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA

Helena Jeppesen an Uni Luzern geehrt

Helena Jeppesen, Vertreterin der Schweiz an der Weltbischofssynode, wurde in Luzern zur «Alumna des Jahres» gekürt.

Hele­na Jeppe­sen wurde am «Dies Aca­d­e­mi­cus» der Uni­ver­sität Luzern (6. Novem­ber) von der Alum­ni-Organ­i­sa­tion zur «Alum­na des Jahres» gewählt. Dies teilt die Uni Luzern in ihrem Newslet­ter mit. In sein­er Lau­da­tio würdigte Yves Spüh­ler, Vizepräsi­dent der Alum­ni-Organ­i­sa­tion, Jeppe­sen unter anderem für ihren Ein­satz «für mehr Diver­sität in der katholis­chen Kirche». 

Hele­na Jeppe­sen-Spuh­ler habe 1989 ihren Abschluss am Reli­gion­späd­a­gogis­chen Insti­tut (RPI) der The­ol­o­gis­chen Fakultät in Luzern erwor­ben und später mit einem CAS in Entwick­lungszusam­me­nar­beit an der Uni Zürich ergänzt. Sie ist seit 2022 Mit­glied der Syn­odalen Begleit­gruppe im Bis­tum Basel, im Okto­ber 2023 und 24 war sie stimm­berechtigtes Mit­glied der Welt­syn­ode in Rom, als eine der zehn nicht­bis­chöflichen Delegierten aus Europa. 

Mit ihrem Engage­ment in der Kirche und ihrem Ein­satz für hil­fs­bedürftige Men­schen leis­tet sie einen grossar­ti­gen gesellschaftlichen Beitrag.

Aus­geze­ich­net wurde Jeppe­sen auch für ihr langjähriges Engage­ment beim katholis­chen Hil­f­swerk Fas­te­nak­tion, wo sie seit 2001 in ver­schiede­nen Funk­tio­nen tätig ist, aktuell als Pro­gram­mver­ant­wortliche für die Philip­pinen und Asien all­ge­mein. «Mit ihrem Engage­ment in der Kirche und ihrem Ein­satz für hil­fs­bedürftige Men­schen leis­tet sie einen grossar­ti­gen gesellschaftlichen Beitrag», so Spüh­ler. Jeppe­sen wird die lebenslange Ehren­mit­glied­schaft der Luzern­er Alum­ni-Organ­i­sa­tion ver­liehen. 

«Es freut mich sehr, dass die Uni Luzern mich als Alum­na des Jahres für mein Engage­ment für die Schwäch­sten der Welt und den syn­odalen Reform-Prozess in der katholis­chen Kirche aus­geze­ich­net hat», schreibt Hele­na Jeppe­sen auf Nach­frage. «Für meinen Ein­satz bei den Syn­oden­ver­samm­lun­gen bekomme ich von ausser­halb der Kirche genau­so viel Dank und Anerken­nung wie von inner­halb. Das ist doch inter­es­sant!», fügt sie an. 

Die Alum­ni-Organ­i­sa­tion ehrt damit zum zweit­en Mal in Folge eine Absol­ventin bzw. einen Absol­ven­ten der The­ol­o­gis­chen Fakultät. 2024 wurde unter anderem Valentin Beck aus­geze­ich­net, langjähriger Bun­de­spräs­es der Jubla und aktuell Gassenseel­sorg­er in Luzern. 

Dies ist umso bemerkenswert­er, als die Uni­ver­sität Luzern Ende Okto­ber bekan­nt gab, dass die The­ol­o­gis­che Fakultät eine halbe Mil­lion Franken eins­paren müsse. Grund dafür sind rück­läu­fige Zahlen bei den Studieren­den. Die Einsparun­gen betr­e­f­fen ins­beson­dere das RPI. Hier wur­den mehrere Stellen abge­baut, das RPI wird struk­turell stärk­er in die The­ol­o­gis­che Fakultät inte­gri­ert. Weit­ere 1,5 Mil­lio­nen Franken sollen an den Fakultäten für Wirtschafts- und für Sozial­wis­senschaften sowie in der Ver­wal­tung einges­part wer­den. An der sozial­wis­senschaftlichen Fakultät wird das Fach Reli­gion­swis­senschaft nicht mehr weit­erge­führt, da es kaum nachge­fragt werde, so die Mit­teilung der Uni Luzern.

Sylvia Stam
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