Bomas Rosenkranz
Georges Schwickerath ist Bischofsvikar von St. Verena für die Kantone Bern, Solothurn und Jura.
© Bistum Basel

Bomas Rosenkranz

Da ich in Lux­em­burg geboren und aufgewach­sen bin, ist es kein Wun­der, dass ich ein gross­er Verehrer der Mut­ter­gottes bin. In Lux­em­burg bekommt man die Marien­fröm­migkeit qua­si in die Wiege gelegt.

Ich bin überzeugt, dass meine Gross­mut­ter viel zu mein­er religiösen Sozial­i­sa­tion beige­tra­gen hat, nicht durch grosse Worte, viel mehr durch ihr stilles Glauben­szeug­nis. Wenn ich an sie zurück­denke, dann sehe ich sie nach getan­er Arbeit in ihrer Kit­telschürze im Wohnz­im­mer strick­end, still für sich den Rosenkranz betend. Oft­mals ist sie während dem Gebet eingeschlafen – als Kind fand ich das lustig. Heute ver­ste­he ich darunter ein gross­es Gottver­trauen mein­er «Boma», welch­es ihr ermöglichte, von allem, was sie beschäftigte, loszu­lassen und beruhigt einzuschlafen. Als man sie eines Tages tot in ihrem Bett fand, hielt sie den Rosenkranz in ihren Hän­den.

Der Monat Okto­ber ist in beson­der­er Weise dem Rosenkranzge­bet gewei­ht. Auch heute noch ist die Mut­ter­gottes für viele Men­schen Quelle des Trostes, der Hoff­nung und des Gottver­trauens. Das Rosenkranzge­bet ist und bleibt durch alle Gen­er­a­tio­nen hin­durch eine Kraftquelle. Im med­i­ta­tiv­en Rhyth­mus der vie­len Wieder­hol­un­gen darf man zur Ruhe kom­men, auch und ger­ade in unser­er hek­tis­chen und gestressten Zeit. Heilige Maria, bitte für uns!

Georges Schwikerath
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