Mit Herz und Händen
Bild: © Nathalie Koller, bureauplus.ch

Mit Herz und Händen

Ohne Freiwilligenarbeit kämen viele kirchliche und gesellschaftliche Projekte zum Erliegen. Drei Beispiele aus unserem Pfarrblattgebiet.


12.15 Uhr im Pfar­reizen­trum l’Esprit in Basel. Hel­la Grun­wald verkün­det den Anwe­senden, was es an diesem Mit­tagtisch zu essen gibt. Hin­ter ihr haben sich bere­its vier der an diesem Tag anwe­senden Frei­willi­gen in Stel­lung gebracht, um den Gästen Salat auf den Teller zu schöpfen.

Ein gün­stiges Mit­tagessen, bei dem Men­schen sich – auch über Gen­er­a­tio­nen hin­weg – begeg­nen. Mit diesem Ziel hat Beat­rice Inglin gemein­sam mit Hel­la Grun­wald, ihrer Part­ner­in in der Pro­jek­tleitung, und Ruth Meier, damals im Team der ansäs­si­gen Pfar­rei Heiliggeist, den Mit­tagstisch ini­ti­iert. Jeden zweit­en und vierten Mittwoch im Monat kom­men dort 50 bis 70 Per­so­n­en zusam­men, um gemein­sam zu Mit­tag zu essen.

Inglin wusste von Anfang an: Ohne frei­willige Helferin­nen und Helfer lässt sich diese Vision nicht umset­zen. Bei jedem Mit­tagstisch helfen je neun Frei­willige: zwei in der Küche, zwei an der Kasse, vier beim Servieren und eine Koor­di­na­tion­sper­son. «Die Frei­willi­gen sind bei uns sehr frei in der Gestal­tung ihres Engage­ments», erk­lärt Inglin. «Wir arbeit­en mit ein­er App, in der sie sich schon Monate im Voraus ein­tra­gen kön­nen. Manche tra­gen sich dabei ein­mal im Monat ein, andere alle paar Monate, und Peter aus der Küche ist zum Beispiel jedes Mal da.» Andere, so bericht­en die bei­den, planten keine regelmäs­si­gen Ein­sätze, liessen sich aber auf die Springer/innenliste set­zen und kön­nten bei einem Aus­fall kon­tak­tiert wer­den. Der Helfer/innenpool, aus dem die Pro­jek­tlei­t­erin­nen schöpfen kön­nen, beste­ht aus etwa gle­ich vie­len Män­nern wie Frauen jeden Alters. Je nach Dienst sind die Helferin­nen und Helfer von 9 Uhr mor­gens bis drei Uhr nach­mit­tags vor Ort im Ein­satz.

Finanziert wird das Pro­jekt zum einen durch die Ein­nah­men der Teil­nehmenden. Um das Essen gün­stig anbi­eten zu kön­nen, übern­immt die Genossen­schaft der Pfar­rei Heiliggeist die Dif­ferenz zum Preis, für den das Essen beim Cater­ing­di­enst eingekauft wird. Zudem stellt sie Min­er­al­wass­er und Kaf­fee. Die Frei­willi­gen essen gratis mit als Gegen­leis­tung für ihren Ein­satz; die Kosten hier­für übern­immt die Genossen­schaft eben­falls.

Die Wertschätzung zeigt sich jedoch nicht nur auf dem Teller. «Die Anerken­nung für dieses Engage­ment ist uns wichtig», erzählt Grun­wald. «Daher ver­anstal­ten wir Dankan­lässe, bei denen wir die Frei­willi­gen zum Essen und Trinken ein­laden und ihnen eine kleine Aufmerk­samkeit über­re­ichen.»

Hel­la Grun­wald (li.) und Beat­rice Inglin (re.) sind die Pro­jek­tlei­t­erin­nen des Gen­er­a­tio­nen­mit­tagstischs bei dem sich Frei­willige engagieren.

Etwas Sinnstiftendes tun und etwas zurückgeben

Romano Alessio und Axel Schilling sind an diesem Tag die ersten, die sich an den Tisch set­zen, an dem das Per­son­al das Mit­tagessen zu sich nimmt. Sie haben an der Kasse gear­beit­et und wer­den gle­ich noch Kaf­fee machen. Auf die Frage, warum er sich hier engagiert, antwortet Alessio: «Ich bin früh­pen­sion­iert, habe Zeit und möchte sie nutzen, um etwas Sinns­tif­ten­des zu tun, anderen Meschen einen Dienst zu erweisen.» Auch die Nähe zur Pfar­rei spielt für ihn eine Rolle: «Ich bin hier in der Pfar­rei aufgewach­sen und kenne viele Men­schen. Es ist schön, ihnen am Mit­tagstisch zu begeg­nen.» Schilling hinge­gen ist nicht mit der Pfar­rei ver­bun­den, er ist durch den per­sön­lichen Kon­takt zu Inglin zum Engage­ment gekom­men. Seine Gründe? «Ich sage es jet­zt mal ein biss­chen pathetisch: Ich hat­te so ein schönes Leben, dass ich gerne etwas zurück­geben möchte. Mit den anderen gemein­sam im Team zu arbeit­en, macht ein­fach richtig Spass, ich freue mich immer, wenn ich hier­her komme und die anderen sehe.» Wie Alessio ist Alfred Schwa­ger, der heute zum drit­ten Mal in der Küche mit anpackt, mit der Pfar­rei ver­bun­den. «Die Heiliggeistkirche ist der Ort, an dem ich religiös sozial­isiert wurde. Ich mache hier mit, weil ich es als schön und sin­nvoll erachte, andere zu unter­stützen. Ausser­dem habe ich Zeit. Meine bei­den Töchter brauchen mich inzwis­chen nicht mehr so sehr», erzählt er mit einem Lachen.

Nach­dem Kassen- und Küchen­team etwas gegessen haben, kann auch das Servierteam kurz durch­schnaufen und etwas essen. Unter ihnen ist an diesem Tag Mar­lies Chris­ten. «Ich bin Mar­lies und ich bin 85 Jahre alt», stellt sie sich vor. Sie kommt für jeden Ein­satz aus Birs­felden (BL) zum Mit­tagstisch. Sie ist Teil der Kolp­ing­fam­i­lie, ein­er katholis­chen Gemein­schaft, die sich für Ver­ant­wor­tung und Für­sorge für ihre Mit­men­schen ein­set­zt. Men­schen, die über­legen, sich frei­willig zu engagieren aber noch zögern, möchte sie sagen: «Es ist eine schöne Erfahrung und macht vor allem im Team Spass!» Mari­na Vasquez ist heute zum ersten Mal mit dabei. Ihre Fre­undin Armin­da Mer­ca­do, die schon von Anfang an mit im Ein­satz ist, hat sie motiviert. Vasquez war zunächst einige Male als Gast da, und hat sich dann entschlossen, mitzuhelfen. In Gesellschaft sein, den Men­schen helfen, das sind die Gründe, warum sie sich hier engagieren möchte.

Die drei Frauen ste­hen auf. Sie fol­gen dem Kaf­fee­duft, der aus dem vorderen Bere­ich des l’Esprit herüber­we­ht, um den Gästen den Kaf­fee zu servieren, den Alessio und Schilling bere­its vor­bere­it­et haben.

Axel Schilling und Romano Alessio bere­it­en den Kaf­fee vor, mit dem Mar­lies Chris­ten anschliessend an die Tis­che geht.

Sie möcht­en sich ehre­namtlich beim Gen­er­a­tio­nen­mit­tagstisch engagieren?

Nehmen Sie Kon­takt zu Hel­la Grun­wald oder Beat­rice Inglin auf.

Tel: 061 204 40 06 (Hel­la Grun­wald)

Mit Herz und Händen - Lichtblick Römisch-katholisches Pfarrblatt der Nordwestschweiz 6
© Nathalie Koller, bureauplus.ch


Zeit zu verschenken

Ursu­la Theuril­lat hat vor Jahren im lokalen Wochen­blatt die Anzeige der Öku­menis­chen Weg­be­gleitung gese­hen. «Wenn ich pen­sion­iert bin, habe ich dafür Zeit», habe sie sich damals gedacht. Aber als die Pen­sion­ierung kam, brauchte die ehe­ma­lige Lei­t­erin eines Alter­sheimes mehr Zeit, um sich an die neue Frei­heit zu gewöh­nen, als sie gedacht hat­te. Darum verg­ing ein weit­eres Jahr, bis sich die heute 66-Jährige bei der Stel­len­lei­t­erin der Öku­menis­chen Weg­be­gleitung mit den Worten meldete: «Ich habe Zeit zu ver­schenken.»

Ursu­la Theuril­lat macht seit einem Jahr Weg­be­gleitung und fühlt sich beschenkt.

Vermittlung mit Feingefühl

Franziska Amrein ist seit vierzehn Jahren Stel­len­lei­t­erin der Öku­menis­chen Weg­be­gleitung. Der ehe­ma­li­gen Pflege­fach­frau, die sich auf Men­schen in der Psy­chi­a­trie spezial­isiert hat­te, kommt die wichtige Auf­gabe zu, Klien­ten und Weg­be­glei­t­ende zusam­men­zubrin­gen. Das brauche Feinge­fühl und sei manch­mal ein kleines Wun­der, sagt Franziska Amrein, die die Stelle auch nach ihrer Pen­sion mit Herzblut weit­er­leit­et. Sie ver­sucht jew­eils nicht nur bei den Kli­entin­nen und Klien­ten die Bedürfnisse zu klären, son­dern auch bei den Weg­be­glei­t­en­den. Män­ner wollen oft lieber Män­ner als Begleit­er. Manche begleit­en lieber eine Mut­ter mit Kindern, andere eine betagte ­Per­son. Nicht immer gelingt die Ver­mit­tlung auf Anhieb. Bei Ursu­la Theuril­lat hat es beim drit­ten Ver­such funk­tion­iert. Seit über einem Jahr besucht sie nun eine Kli­entin alle zwei Wochen für rund zwei Stun­den. Die Abmachung ist in ein­er Vere­in­barung fest­ge­hal­ten, die Franziska Amrein für alle auf­set­zt und im Bedarfs­fall auch ­wieder löst. Denn die Vere­in­barung muss für bei­de Parteien passen. Es gibt Weg­be­gleitun­gen, die dauern einige Wochen. Die läng­ste beste­ht seit zehn Jahren.

«Ich schenke Zeit und werde damit beschenkt, dass ich Ein­blick in ein anderes Leben bekomme», sagt Ursu­la Theuril­lat. Sie lerne, wie andere Men­schen schwierige Sit­u­a­tio­nen bei der Arbeit, in der Fam­i­lie, im Alter bewälti­gen. Oft gehe sie nach Hause und denke über die Sit­u­a­tio­nen und über ihr eigenes Leben nach. «Das erweit­ert meinen Hor­i­zont.» Ursu­la Theuril­lat beschreibt ihre Besuche so: «Ich bin da und höre aufmerk­sam zu.» Weil sie eine sehr kom­mu­nika­tive Per­sön­lichkeit sei, habe sie sich dazu einige Tricks angeeignet. Zum Beispiel inner­lich auf fünf zu zählen, bevor sie sich zu etwas äussere. Oder Fra­gen zu stellen, statt zu kom­men­tieren. «Mein Sohn hat mich schon lange nicht mehr besucht», quit­tiert sie etwa mit der Frage: «Haben Sie sich über­legt, ihn mal anzu­rufen?» Manch­mal regt Ursu­la Theuril­lat einen Spazier­gang an, manch­mal leert sie das Post­fach oder begleit­et die Kli­entin in die Apotheke. Hil­fe beim Bezahlen der Rech­nun­gen oder beim Aus­füllen der Steuer­erk­lärung gehören nicht zum Auf­trag der Weg­be­glei­t­en­den. Für solche Auf­gaben ken­nt Franziska Amrein andere Stellen, die sie ver­mit­teln kann.


Die Wegbegleitenden bekommen Unterstützung

Bei ein­er Weg­be­gleitung kön­nen schwierige Sit­u­a­tio­nen entste­hen. «Als Weg­be­glei­t­ende sind wir nicht allein auf dem Weg, wir sind eine Gruppe und tauschen uns aus. Das ist wichtig», sagt Ursu­la Theuril­lat. Die Gruppe hat am Anfang ihres Engage­ments gemein­sam einen Ein­führungskurs besucht. Vier Mod­ule zu den The­men Selb­ster­fahrung, Umgang mit Nähe und Dis­tanz sowie Alter und Erkrankun­gen im Alter. Aber auch darüber hin­aus wird die Gruppe begleit­et. Vier­mal im Jahr besuchen die Weg­be­glei­t­en­den gemein­sam eine Super­vi­sion. Sie dient dazu, über belas­tende Erfahrun­gen zu sprechen und gemein­sam Lösun­gen für Kon­flik­te zu suchen. Ursu­la Theuril­lat besucht die Super­vi­sion eben­falls, obwohl sie ein Profi ist. Vor ihrer Pen­sion­ierung hat die Pflege­fach­frau während 15 Jahren ein Alter­sheim geleit­et. Zuvor hat­te sie neben ihrer Arbeit in der Pflege fünf Kinder allein gross­ge­zo­gen. Neben der Super­vi­sion gibt es zusät­zlich eine Weit­er­bil­dung, die Franziska Amrein auf die Bedürfnisse der Grup­pen abstimmt.

Um Unterstützung bitten

Die Grund­frage «Wie möchte ich, dass Men­schen mit mir umge­hen, wenn ich betagt bin» ist eine grosse Moti­va­tion für Ursu­la Theuril­lat. Sie kann sich gut vorstellen, dass auch sie später ein­mal um Unter­stützung bit­ten wird. Dass das nicht ein­fach ist, weiss sie aus vie­len Erfahrun­gen im Beruf und in der Sorge um ihre Eltern und Schwiegerel­tern.

Franziska Amrein bedauert, dass bei steigen­der Nach­frage sich immer weniger Men­schen als Weg­be­glei­t­ende zur Ver­fü­gung stellen. Das Pro­jekt wird von rund 30 reformierten und katholis­chen Kirchge­mein­den finanziert und ermöglicht ein Net­zw­erk im Gebi­et Laufen­tal-Dor­neck-Thier­stein. Um Unter­stützung bit­ten dür­fen Men­schen aller Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen.

Etwas zurück geben

Ursu­la Theuril­lat blickt auf ihr bish­eriges Leben dankbar zurück und hat seit ihrer Pen­sion­ierung das eine oder andere Herzen­spro­jekt in Angriff genom­men: Sie spielt wieder Flöte, hat einen kreativ­en Schreibkurs besucht, hütet als Ersatz­gross­mut­ter Kinder. Sie weiss, dass sie zu sich schauen muss. Für das viele Glück, das sie erlebt habe, möchte sie etwas zurück­geben, sagt Ursu­la Theuril­lat. Ihr Grund­ver­trauen mache es ihr leicht, für andere Men­schen da zu sein und sie zu unter­stützen, oft mit ein­er guten Por­tion Humor und der Gewis­sheit: Alles kommt gut.

Weg­be­gleitung in ihrer Nähe

Melden Sie sich im Gebi­et Laufen­­tal-Dor­­neck-Thier­stein bei Franziska Amrein: Tel. 061 765 92 05 oder E‑Mail

In Basel-Stadt nimmt Maja Stud­er ihre Anfrage ent­ge­gen unter Tel. 061 481 24 01

Im Kan­ton Aar­gau gibt es die Weg­be­gleitung in acht ver­schiede­nen Regio­nen. Einen Überblick find­en Sie unter www.wegbegleitung-ag.ch/vermittlungsstellen Infor­ma­tio­nen zur Weg­be­gleitung im Kan­ton Solothurn find­en Sie hier: www.fadiso.ch/projekte/wegbegleitung

Spezialisiert auf Freiwillige - Lichtblick Römisch-katholisches Pfarrblatt der Nordwestschweiz
© Nathalie Koller, bureauplus.ch


Bevor die Papierflut zur Belastung wird


«Von der Wiege bis zur Bahre schreibt der Schweiz­er For­mu­la­re», lautet eine Redewen­dung, die kri­tisch-humor­voll die hiesige Bürokratie ins Visi­er nimmt. Für viele Men­schen stellt das kor­rek­te Aus­füllen eines For­mu­la­rs eine hohe Hürde dar. Sie haben Schwierigkeit­en mit der Sprache oder sind über­fordert mit dem Zusam­men­tra­gen zusät­zlich­er Doku­mente. Wer­den For­mu­la­re zu spät, fehler­haft oder unvoll­ständig ein­gere­icht, kann das ern­sthafte Kon­se­quen­zen haben: Die Arbeit­slosenkasse ver­hängt wom­öglich Ein­stell­t­age, die Woh­nungs­be­wer­bung wird abgelehnt oder die Kinderzu­lage plöt­zlich gestoppt.

Mühsam, aber wichtig

Das richtige Aus­füllen von For­mu­la­ren entschei­det mit über finanzielle und soziale Sicher­heit. Umso wichtiger ist es, dass Men­schen bei dieser alltäglichen aber nicht unbe­d­ingt triv­ialen Auf­gabe Unter­stützung erhal­ten.

Der Kirch­lich Regionale Sozial­dienst KRSD der Car­i­tas Aar­gau in Wohlen unter­stützt Men­schen bei admin­is­tra­tiv­en Her­aus­forderun­gen – diskret, kosten­los und ohne Anmel­dung. Jew­eils am Mittwochnach­mit­tag zwis­chen 15 und 17.30 Uhr bieten Frei­willige im Emanuel-Isler-Haus am Kirch­platz in Wohlen Hil­fe bei admin­is­tra­tiv­en Arbeit­en an. Während die Angestell­ten des KRSD die Koor­di­na­tion im Hin­ter­grund erledi­gen, set­zt sich ein Team von aktuell vier Frei­willi­gen mit den Besuchen­den an den Tisch und nimmt die Bürokratie-Arbeit in Angriff.

Ein bewährtes Team von Freiwilligen

Karen Hug, Stan­dortlei­t­erin des KRSD Wohlen, weiss es zu schätzen, dass sie auf ein bewährtes Team von Frei­willi­gen zählen kann, die auch in anderen Pro­jek­ten engagiert sind: «Die Frei­willi­gen gehen mit gross­er Offen­heit und viel Flex­i­bil­ität ans Werk», sagt Karen Hug. Gute Deutschken­nt­nisse sind bei dieser spez­i­fis­chen Tätigkeit wichtig.

Die frei­willi­gen Mitar­bei­t­en­den unter­stützen die Besucherin­nen und Besuch­er zum Beispiel beim Aus­füllen von For­mu­la­ren der Arbeit­slosenkasse oder dem Sozial­dienst und helfen ihnen beim Ver­fassen von Briefen und Anträ­gen an Behör­den oder Ver­mi­eter. Auch das Zusam­men­stellen von Unter­la­gen für eine Woh­nungs­be­wer­bung oder die For­mulierung von Beschw­er­den, zum Beispiel an einen Tele­fo­nan­bi­eter, gehört zu ihrem Reper­toire. Das frei­willige Team greift, falls nötig, auch zum Tele­fon und hil­ft beim Führen von Tele­fonat­en mit Ämtern oder Behör­den. Eben­falls froh sind junge Eltern, wenn sie beim Beantra­gen der soge­nan­nten Kinderzu­lage nach der Geburt eines Kindes unter­stützt wer­den.

Schweigepflicht

Die Admin­is­tra­tive Unter­stützung des KRSD Wohlen richtet sich an alle, die im All­t­ag mit admin­is­tra­tiv­en Tätigkeit­en über­fordert sind. Das frei­willige Team arbeit­et ver­traulich und ver­ant­wor­tungsvoll. Beispiel­sweise wer­den gemein­sam ver­fasste Briefe nach dem Ver­sand umge­hend gelöscht – so verbleiben keine sen­si­blen Dat­en beim KRSD und alle Frei­willi­gen unter­liegen der Schweigepflicht.

Ohne Anmeldung

Das Ange­bot ist ange­laufen und im Durch­schnitt kom­men jede Woche ein bis zwei Leute vor­bei, die Unter­stützung in Anspruch nehmen. Die Frei­willi­gen haben jedoch noch Kapaz­ität und freuen sich, wenn das Ange­bot bekan­nter würde.

Der KRSD bietet keine Unter­stützung bei Ver­fü­gun­gen, neg­a­tiv­en Asylbeschei­den, Straf­be­fehlen oder rechtlichen Stel­lung­nah­men, Begleitun­gen zu Woh­nungs­besich­ti­gun­gen sowie Steuer­erk­lärun­gen. Für alle anderen kleinen und grossen Fra­gen rund um den admin­is­tra­tiv­en All­t­ag ist das Team da – ohne Voran­mel­dung.

Hier find­en Sie Hil­fe

Das Ange­bot «Admin­is­tra­tive Unter­stützung» find­et jeden Mittwoch­nachmittag von 15 bis 17.30 Uhr im Emanuel-Isler-Haus am Kirchen­platz 2 in Wohlen statt (3. Stock). Es braucht keine Anmel­dung, wer Hil­fe braucht, kann ein­fach vor­beikom­men.

Wer sich gerne frei­willig in einem Pro­jekt des Kirch­lichen-Regionalen Sozial­dien­stes Wohlen engagieren möchte, kann sich melden beim KRSD Wohlen, Tel :056 611 90 47, E‑Mail:

Mit Herz und Händen - Lichtblick Römisch-katholisches Pfarrblatt der Nordwestschweiz 7
© Nathalie Koller, bureauplus.ch

Redaktion Lichtblick
mehr zum Autor
nach
soben