Fastenopfer rechnet mit hohen Spendenausfällen

Fastenopfer rechnet mit hohen Spendenausfällen

  • Weil die Gottes­di­en­ste in der Fas­ten­zeit aus­fall­en, fehlt dem Hil­f­swerk Fas­tenopfer das Geld aus den tra­di­tionellen Kollek­ten.
  • Fas­tenopfer hat die Kollek­te auf dig­i­tale Kanäle ver­legt, um die Pro­jek­te in den Län­dern des Südens weit­er unter­stützen zu kön­nen.
  • Geschäft­sleit­er Bernd Nilles hofft auf die Sol­i­dar­ität der Pfar­reiange­höri­gen: «Son­st fehlt das Geld am Ende bei den Ärm­sten.»
 Die in der Fas­ten­zeit gesam­melten Gelder aus Gottes­di­en­sten und ergänzen­den Ver­anstal­tun­gen wie Sup­pen­t­a­gen und anderen Fas­te­nak­tio­nen bilden das Fun­da­ment der Arbeit des Hil­f­swerks Fas­tenopfer. Dank dieser finanziellen Unter­stützung erre­icht die Hil­fe rund eine Mil­lion Men­schen in Afri­ka, Asien und Lateinameri­ka. Wegen des Coro­n­avirus’ sind sämtliche Gottes­di­en­ste und Sup­pen­t­age in den Schweiz­er Pfar­reien abge­sagt. Damit fall­en die Gottes­di­enst-Kollek­ten aus, die am kom­menden Woch­enende sowie am Palm­son­ntag erhoben wor­den wären.

Andere Spendenkanäle

Diese Kollek­ten will Fas­tenopfer nun trotz­dem durch­führen, jedoch auf anderen Kanälen: Jede und jed­er kann online auf www.fastenopfer.ch/kollekte, per Ein­zahlungss­chein, E‑Banking oder Twint spenden. «Wenn bei Fas­tenopfer die Spenden fehlen, müssen wir unseren Pro­jek­ten mit­ten im Jahr die Bud­gets kürzen. Das beein­trächtigt ihre pos­i­tive Wirkung», warnt Fas­tenopfer in ein­er Medi­en­mit­teilung.

Rosen verschenkt statt verkauft

Bere­its jet­zt muss das katholis­che Hil­f­swerk mit hohen Spende­naus­fällen rech­nen. Am ver­gan­genen Sam­stag hät­ten hun­derte von Frei­willi­gen Rosen mit dem Label Max Have­laar für die bei­den Hil­f­swerke Fas­tenopfer und Brot für alle verkaufen sollen. Weil die Aktion auf­grund der Coro­na-Krise abge­sagt wer­den musste, han­del­ten die bei­den Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen nach dem Mot­to «ver­schenken statt ver­welken» und ver­schenk­ten die Rosen an Spitäler, Alters- und Pflege­heime. Die «alter­na­tive Rose­nak­tion» bere­it­ete den Men­schen in den Heimen eine kleine Freude und drück­te gegenüber den Mitar­bei­t­en­den in den Gesund­heitsin­sti­tu­tio­nen Dankbarkeit aus.

Eine halbe Million im Rückstand

Eine sin­nvolle und schöne Geste. Jedoch fehlt Fas­tenopfer nun das Geld aus dem Verkauf der Rosen — rund eine halbe Mil­lion Franken, wie Geschäft­sleit­er Bernd Nilles sagt. «Der Erlös wäre vol­lum­fänglich den Pro­jek­ten der Werke im glob­alen Süden zugute gekom­men. Geld, das nun den Ärm­sten fehlen wird.»

Einbusse noch nicht absehbar

Wie gross die Spendenein­bussen am Ende aus­fall­en wer­den, kann noch nicht bez­if­fert wer­den. Bernd Nilles sagt: «Auf­schluss gibt wohl erst die Zeit nach der Fas­tenkam­pagne, wenn die Kollek­ten und Spenden aus den ver­schiede­nen Aktio­nen und dem Fas­tenkalen­der bei uns ein­bezahlt wer­den. Wir rech­nen aber mit grossen Spendenein­bussen.» Den­noch hofft der Geschäft­sleit­er, dass durch die Sol­i­dar­ität in unser­er Gesellschaft einiges wieder aufge­fan­gen wer­den kann.

Tour durch die Pfarreien abgebrochen

Fas­tenopfer musste auch die Tour von Mer­cia Andrews durch die Schweiz­er Pfar­reien unter­brechen. Die Südafrikaner­in war unter­wegs, um vor Ort das Haup­tan­liegen der diesjähri­gen Kam­pagne zu erk­lären — näm­lich wie wichtig bäuer­lich­es Saatgut für die Bio­di­ver­sität und die Unab­hängigkeit der Bäuerin­nen und Bauern von Grosskonz­er­nen ist. Mer­cia Andrews musste zwar früher zurück­kehren, im Kurz­film «Auch wir sind Saatgut» gibt sie jedoch ihre wichtige Botschaft trotz­dem weit­er.

Die Suppe kommt zu den Leuten

Weil viele Sup­pen­t­age aus­ge­fall­en sind, bietet Fas­tenopfer den Pfar­reien eine «Haus­suppe» an; eine Pack­ung Reis­creme­suppe, die man gut mit frischem Gemüse und Kräutern ergänzen kann. Diese kön­nen die Pfar­reien ihren Mit­gliedern nach Hause schick­en und mit ein­er Bitte um eine Fas­tenopfer-Spende ergänzen. So wird der Sup­pen­tag zum «Haus­sup­pen­tag». Bernd Nilles hofft auch auf viel Unter­stützung für weit­ere Aktio­nen nach Ostern, die ger­ade entwick­elt wer­den.

So können Sie für Fastenopfer spenden:

Per Ein­zahlungss­chein: Nehmen Sie den Ein­zahlungss­chein am Ende Ihres Fas­tenkalen­ders oder zahlen Sie ein auf Postkon­to 60–19191‑7, Fas­tenopfer, Alpen­quai 4, 6002 Luzern. Hier kön­nen Ein­zahlungss­cheine bestellt wer­den: www.fastenopfer.ch/shop Per E‑Banking: IBAN- CH16 0900 0000 6001 9191 7 – Fas­tenopfer, Alpen­quai 4, 6000 Luzern 2. Per Online-Spenden: Auf www.fastenopfer.ch/spenden  kön­nen sie mit Ihrer Kred­itkarte direkt Online spenden. Bitte geben Sie bei den Bemerkun­gen Ihre Pfar­rei an. Per TWINT: Sie kön­nen direkt mit dem Smart­phone einen Beitrag für Fas­tenopfer all­ge­mein leis­ten
Marie-Christine Andres Schürch
mehr zum Autor
nach
soben