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Endlich Antworten auf die letzten Fragen
Kampagne und Veranstaltungsreihe zum Thema Lebensende und Palliative Care
Was beschäftigt die Aargauerinnen und Aargauer rund ums Thema Lebensende? Der Verein palliative aargau wollte es genau wissen und hat deshalb im Frühling Fragen aus der Bevölkerung gesammelt. Nun gibt es die Antworten dazu: In kurzen Videos geben Aargauer Fachleute einfach und gut verständlich Auskunft zu schwierigen Themen. Einige Fragen werden in einer Veranstaltungsreihe ab dem 27. Oktober vertieft behandelt.
Kann ich glücklich sein nach einer schweren Diagnose? Muss ich meine kranken Eltern pflegen? Woran stirbt man, wenn man an Krebs stirbt? Wer hilft bei Angst am Lebensende? Und: Wie gehe ich damit um, wenn ein Freund schwer krank wird? Diese und zahlreiche weitere Fragen aus der Bevölkerung zu den Themen Krankheit und Lebensende sind nach einer Strassenaktion im Mai dieses Jahres in Aarau bei palliative aargau eingegangen. Sie betreffen die Bereiche Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialarbeit und Seelsorge.
Eine erste Auswahl von 13 Fragen haben nun Fachleute in kurzen Videos beantwortet. Im Rahmen der Kampagne «Endlich Antworten», die am Montag, 19. Oktober startet, werden die Fragen in den kommenden Wochen auf Plakaten, Inseraten und Social Media ausgespielt und mit den Antwortvideos verknüpft. Alle Videos und vertiefende Informationen sind auf der Kampagnenwebsite endlich-antworten.ch zu finden. Dort können auch weiterhin Fragen eingereicht werden. Eine Auswahl davon beantworten die Fachleute laufend in weiteren Videos. So entsteht nach und nach eine Video-Bibliothek mit gut verständlichen, verlässlichen Informationen zu Leben und Tod.

Videos: endlich-antworten.ch
Veranstaltungsreihe «Endlich Antworten», 27.–31. Oktober 2026, Stadtmuseum Aarau, Schlossplatz 23, Aarau
Darüber hinaus organisiert palliative aargau gemeinsam mit Partnerorganisationen Ende Oktober eine Veranstaltungsreihe im Stadtmuseum Aarau. An den Veranstaltungen behandeln Aargauer Fachleute und Betroffene jeweils eine Frage vertieft und bieten Gelegenheit für Austausch mit dem Publikum.
80 % mit schwerer Diagnose
«Kampagnenfragen und Veranstaltungen sollen dazu ermutigen, schwierige Themen anzugehen und so einen bewussteren Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod zu finden», sagt Hape Müller, Geschäftsführer von palliative aargau.
Hintergrund für die Kampagne ist die Tatsache, dass mehr als 80 % der Menschen in der Schweiz nicht plötzlich sterben, sondern nach einer lebensbedrohlichen Krankheit. Somit sind die meisten im Laufe des Lebens persönlich mit einer schweren Diagnose konfrontiert – dazu kommen noch Fälle von Angehörigen. Trotz der Bedeutung des Themas sprechen viele Menschen nicht gern darüber, ist doch das Thema mit zahlreichen Befürchtungen und Ängsten verbunden.
Tod als Teil des Lebens
«Wir verstehen sehr gut, dass die Leute beim Thema Sterben und Tod zurückhaltend sind», sagt Hape Müller, Geschäftsführer von palliative aargau. «Mit der Kampagne möchten wir das Thema wieder sichtbar machen. Letztlich schaffen wir es nur mit einem offenen Dialog, das Lebensende aus dem Tabubereich herauszuführen. Mein Ziel ist, dass möglichst viele Menschen mit ihren Fragen an uns gelangen und wir die Diskussion im Kanton beleben können.»
Nach dem Start in Aarau wird die Kampagne bis Ende 2027 durch vier Regionen des Kantons wandern. Nebst dem Ausspielen der Fragesujets werden in den Regionen Baden, Zofingen, Fricktal und Freiamt Veranstaltungen stattfinden. Als Ankerpunkt dient jeweils die Wanderausstellung «Zu Hause sterben» der Berner Fachhochschule.
