Endlich Antworten auf die letzten Fragen
Videodreh im Tumor Zentrum Aarau: Die Psychologin Claudia Leuenberger beantwortet die Frage: «Darf man Krankheiten totschweigen?»
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Endlich Antworten auf die letzten Fragen

Kampagne und Veranstaltungsreihe zum Thema Lebensende und Palliative Care

Was beschäftigt die Aar­gauerin­nen und Aar­gauer rund ums The­ma Lebensende? Der Vere­in pal­lia­tive aar­gau wollte es genau wis­sen und hat deshalb im Früh­ling Fra­gen aus der Bevölkerung gesam­melt. Nun gibt es die Antworten dazu: In kurzen Videos geben Aar­gauer Fach­leute ein­fach und gut ver­ständlich Auskun­ft zu schwieri­gen The­men. Einige Fra­gen wer­den in ein­er Ver­anstal­tungsrei­he ab dem 27. Okto­ber ver­tieft behan­delt.

Kann ich glück­lich sein nach ein­er schw­eren Diag­nose? Muss ich meine kranken Eltern pfle­gen? Woran stirbt man, wenn man an Krebs stirbt? Wer hil­ft bei Angst am Lebensende? Und: Wie gehe ich damit um, wenn ein Fre­und schw­er krank wird? Diese und zahlre­iche weit­ere Fra­gen aus der Bevölkerung zu den The­men Krankheit und Lebensende sind nach ein­er Strasse­nak­tion im Mai dieses Jahres in Aarau bei pal­lia­tive aar­gau einge­gan­gen. Sie betr­e­f­fen die Bere­iche Medi­zin, Pflege, Psy­cholo­gie, Sozialar­beit und Seel­sorge.

Eine erste Auswahl von 13 Fra­gen haben nun Fach­leute in kurzen Videos beant­wortet. Im Rah­men der Kam­pagne «Endlich Antworten», die am Mon­tag, 19. Okto­ber startet, wer­den die Fra­gen in den kom­menden Wochen auf Plakat­en, Inser­at­en und Social Media aus­ge­spielt und mit den Antwortvideos verknüpft. Alle Videos und ver­tiefende Infor­ma­tio­nen sind auf der Kam­pag­nen­web­site endlich-antworten.ch zu find­en. Dort kön­nen auch weit­er­hin Fra­gen ein­gere­icht wer­den. Eine Auswahl davon beant­worten die Fach­leute laufend in weit­eren Videos. So entste­ht nach und nach eine Video-Bib­lio­thek mit gut ver­ständlichen, ver­lässlichen Infor­ma­tio­nen zu Leben und Tod.

Endlich Antworten auf die letzten Fragen - Lichtblick Römisch-katholisches Pfarrblatt der Nordwestschweiz

Videos: endlich-antworten.ch







Ver­anstal­tungsrei­he «Endlich Antworten», 27.–31. Okto­ber 2026, Stadt­mu­se­um Aarau, Schloss­platz 23, Aarau

Darüber hin­aus organ­isiert pal­lia­tive aar­gau gemein­sam mit Part­neror­gan­i­sa­tio­nen Ende Okto­ber eine Ver­anstal­tungsrei­he im Stadt­mu­se­um Aarau. An den Ver­anstal­tun­gen behan­deln Aar­gauer Fach­leute und Betrof­fene jew­eils eine Frage ver­tieft und bieten Gele­gen­heit für Aus­tausch mit dem Pub­likum.

80 % mit schwerer Diagnose

«Kam­pag­nen­fra­gen und Ver­anstal­tun­gen sollen dazu ermuti­gen, schwierige The­men anzuge­hen und so einen bewussteren Umgang mit Krankheit, Ster­ben und Tod zu find­en», sagt Hape Müller, Geschäfts­führer von pal­lia­tive aar­gau.

Hin­ter­grund für die Kam­pagne ist die Tat­sache, dass mehr als 80 % der Men­schen in der Schweiz nicht plöt­zlich ster­ben, son­dern nach ein­er lebens­bedrohlichen Krankheit. Somit sind die meis­ten im Laufe des Lebens per­sön­lich mit ein­er schw­eren Diag­nose kon­fron­tiert – dazu kom­men noch Fälle von Ange­höri­gen. Trotz der Bedeu­tung des The­mas sprechen viele Men­schen nicht gern darüber, ist doch das The­ma mit zahlre­ichen Befürch­tun­gen und Äng­sten ver­bun­den.

Tod als Teil des Lebens

«Wir ver­ste­hen sehr gut, dass die Leute beim The­ma Ster­ben und Tod zurück­hal­tend sind», sagt Hape Müller, Geschäfts­führer von pal­lia­tive aar­gau. «Mit der Kam­pagne möcht­en wir das The­ma wieder sicht­bar machen. Let­ztlich schaf­fen wir es nur mit einem offe­nen Dia­log, das Lebensende aus dem Tabu­bere­ich her­auszuführen. Mein Ziel ist, dass möglichst viele Men­schen mit ihren Fra­gen an uns gelan­gen und wir die Diskus­sion im Kan­ton beleben kön­nen.»

Nach dem Start in Aarau wird die Kam­pagne bis Ende 2027 durch vier Regio­nen des Kan­tons wan­dern. Neb­st dem Ausspie­len der Frage­su­jets wer­den in den Regio­nen Baden, Zofin­gen, Frick­tal und Freiamt Ver­anstal­tun­gen stat­tfind­en. Als Anker­punkt dient jew­eils die Wan­der­ausstel­lung «Zu Hause ster­ben» der Bern­er Fach­hochschule.

Redaktion Lichtblick
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