Aus Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe

Aus Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe

Aus der christlichen Tra­di­tion her­aus die Würde des Tieres zur Gel­tung brin­gen, das will und tut AKUT, die Aktion Kirche und Tiere, seit 10 Jahren. Gefeiert wurde am Dien­stag, 30. Sep­tem­ber 2014, im Zirkuszelt in Aarau.Dass Zirkus sowohl ohne wie auch mit Tieren funk­tion­ieren kann, bewies der Gala-Abend ein­drück­lich. «Die drei tierisch Guten» zeigten auf der Bühne des zur Zeit in Aarau gastieren­den Zirkus Wun­der­plun­der eine Clown-Num­mer mit ein­er imag­inären Geiss, auf die auch ein Hund aus dem Pub­likum mit inter­essiertem Bellen reagierte. Für das zehn­jährige Jubiläum von AKUT, der Aktion Kirche und Tier, hat­ten deren Vor­standsmit­glieder um Anton Rotzetter eigens das zur Zeit auf dem Gelände der Pfar­rei Peter und Paul in Aarau ste­hende Zirkuszelt gemietet.Promi­nente Grat­u­lanten Für ein gutes Zusam­menge­hen von Men­sch und Tier ste­he man ein, meinte Anton Rotzetter und ver­glich seine Rolle in diesem Zusam­men­hang mit der eines «stör­rischen Esels». Von ver­schieden­er Seite waren Gruss­botschaften einge­gan­gen, die am Gala-Abend in Aarau den Anwe­senden vorge­le­sen wur­den. Unter den Grat­u­lanten fan­den sich neben Regierungsrätin Susanne Hochuli und dem Präsi­dent der Schweiz­er Bischof­skon­ferenz, Markus Büchel, auch Hugo Fasel, Direk­tor der Car­i­tas Schweiz sowie der Schweiz­er Tier­schutz, zu dem AKUT als eigene Sek­tion gehört.Von Gott gewollt und geliebt «Wir Men­schen haben Ver­ant­wor­tung für die Tiere», so der St. Galler Bischof Markus Büchel. «Tiere sind Mit­geschöpfe, die von Gott gewollt und geliebt sind.» Dass die Real­ität zu grossen Teilen anders aussieht, daran erin­nerten Simon Jen­ny und Johan­na Arndt in ihren Gedichtrez­i­ta­tio­nen und Liedern. So erzählte der Text «Touris­mus der Schweine» von der prof­i­to­ri­en­tierten Odyssee der zur Schlach­tung bes­timmten Nutztiere an unter­schiedliche Orte im Rah­men ihrer Zubere­itung für den Ver­braucher­markt. Einzelne Meta­phern erin­nerten wohl nicht zufäl­lig an die Massen­ver­nich­tung der Juden im Zweit­en Weltkrieg. So lange es Schlachthöfe gebe, wür­den auch Schlacht­felder existieren, hat­te schon Leo Tol­stoi zu bedenken geben.Auch einen Platz im Him­mel Über den Mah­n­fin­ger hin­aus set­zte die Jubiläumsver­anstal­tung durch­wegs viele heit­ere und berührende Akzente. Unter anderem auch mit dem jun­gen Rap­per Mas­sai, der seinem langjähri­gen Kam­er­aden und Brud­er, als den er seinen mit­tler­weile ver­stor­be­nen Hund beze­ich­nete, eigens einen Song gewid­met hat­te. Für Mas­sai ste­ht fest, wovon viele Tier­lieb­haber eben­falls überzeugt sind: Als Geschöpfe Gottes kom­men auch Tiere in den Him­mel.Andreas C. Müller
Redaktion Lichtblick
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