Lamm Gottes?
© KI-generiert, Leonie Wollensack

Lamm Gottes?

Eier, Kerzen, Feuer, Hasen – sicher­lich ken­nt ihr diese oder auch einige andere Sym­bole, die rund um Ostern wichtig sind. Ken­nt ihr auch das Oster­lamm? Was hat es mit diesem Tier auf sich? Und was hat es mit Jesus zu tun?

Das Lamm als Opfertier

Schon vor vie­len Tausend Jahren war das Schaf für die Men­schen ein Sym­bol des Lebens, weil es den Men­schen Klei­dung (durch seine Wolle), zu Trinken (durch seine Milch) und zu Essen (durch sein Fleisch) gegeben hat. Es wurde in vie­len Kul­turen als Opferti­er ver­wen­det, das heisst, die Men­schen haben es geschlachtet und ihrer Gottheit/ihren Got­theit­en – es gab und gibt Reli­gio­nen, in denen die Men­schen mehrere Got­theit­en verehren – als Opfer darge­bracht, um die Gottheit/en zu besän­fti­gen, Dank auszu­drück­en oder um Verge­bung zu bit­ten. Auch im Juden­tum wurde das Lamm, also das junge Schaf, oft als Opferti­er ver­wen­det, das kön­nen wir im Alten Tes­ta­ment nach­le­sen.
Der Prophet Jesa­ja übertrug das Bild des Opfer­lammes auf den «Gottesknecht», der kom­men und – wie ein Opfer­lamm – stel­lvertre­tend, die Welt durch sein Leid von Schuld befreien wird.

Jesus als Opferlamm

Das Lamm als Opferti­er spielte im Juden­tum zu der Zeit, in der Jesus lebte, als soge­nan­ntes Pes­sach­lamm eine wichtige Rolle. Pes­sach ist ein jüdis­ches Fest, an dem Jüdin­nen und Juden bis heute an den Auszug aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei erin­nern.
Im Neuen Tes­ta­ment greift das Johan­ne­se­van­geli­um dieses Bild auf und verbindet es mit Jesus. Dort ste­ht: «Am Tag darauf sah er [= Johannes] Jesus auf sich zukom­men und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hin­weg­n­immt!» (Joh 1, 29) Die ersten Christin­nen und Chris­ten sahen in Jesus, der am Kreuz gestor­ben war, dieses Lamm Gottes.
In Gedenken an den Tod und die Aufer­ste­hung Jesu back­en Christin­nen und Chris­ten zu Ostern Lämm­chen. In eini­gen Gemein­den wer­den sie gemein­sam mit den anderen ­Oster­speisen geseg­net.

Backt euer eigenes Oster­lämm­chen

Zutaten

  • 100 g Marzi­pan­rohmasse
  • 2 Eier
  • 75 g But­ter oder Mar­garine
  • 50 g Zuck­er
  • 1 Päckchen Vanillinzuck­er
  • 1 Prise Salz
  • 10 Tropfen Bit­ter­man­delöl
  • 80 g Mehl
  • 20 g Speis­es­tärke
  • ½ Teelöf­fel Back­pul­ver
  • Für die Deko­ra­tion: Pud­erzuck­er nach Belieben
  • Ausser­dem: Back­form (Lamm)

Zubereitung

  • Back­ofen auf 175 Grad Ober-/Un­ter­hitze vorheizen.
  • Marzi­pan­rohmasse und Eier gut ver­rühren.
  • Butter/Margarine, Zuck­er, Vanillinzuck­er, Salz und Bit­ter­man­delöl unter­rühren. So lange weit­er­rühren, bis der Zuck­er gelöst ist.
  • Mehl, Speis­es­tärke und Back­pul­ver mis­chen und unter den Teig rühren.
  • Form leicht ein­fet­ten. Teig in die Form geben (sollte ca. 2/3 der Form füllen).
  • Im vorge­heizten Back­ofen auf dem Rost auf unter­ster Schiene ca. 40–45 Minuten back­en.
  • Aus dem Ofen nehmen und ca. 10–15 Minuten abkühlen lassen. Erst dann aus der Form lösen.
  • Pud­erzuck­er in ein Sieb geben und das Lämm­chen damit bestäuben.
Leonie Wollensack
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