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Wunschkirche
Im Projekt «Fit für die Zukunft» entwickelt die Römisch-Katholische Kirche im Kanton Aargau eine Vision, um auf den Mitgliederschwund zu reagieren. Als erstes will sie die Wünsche ihrer Mitglieder abholen.
«Ecclesia semper reformanda» heisst übersetzt: Die Kirche muss ständig reformiert werden. Das war und ist das Programm der reformierten Kirche. Bei genauer Betrachtung sehen wir den steten Wandel auch in der katholischen Kirche, die sich immer wieder den weltlichen Begebenheiten anpassen musste.
Mitgliederschwund, Bedeutungsverlust, Traditionsabbruch
Heute ist die grösste Herausforderung für die Kirchen in der westlichen Welt der Mitgliederschwund und der damit verbundene Bedeutungsverlust und Traditionsabbruch. Darum kommen die Kirchen nicht umhin, sich mit ihrer Zukunft zu beschäftigen. Einerseits gilt es, Tatsachen zu akzeptieren, andererseits bietet die Beschäftigung mit der Zukunft aber auch die Chance, sich zu besinnen. Was ist der Kern der Kirche? Welche alten Zöpfe können wir getrost abschneiden? Und welche neuen Wege wollen wir gehen?
Kulturwandel
Bischof Felix Gmür, der dem Bistum Basel vorsteht, in dem das «Lichtblick»-Gebiet liegt, spricht in diesem Zusammenhang von einem notwendigen Kulturwandel. Im pastoralen Entwicklungsplan fordert die Bistumsleitung dafür ein radikales Umdenken: Weg von der traditionellen Volkskirche hin zu einer kleineren, bewussteren, vernetzten synodalen Kirche, in der sich die Gläubigen mehr beteiligen und in der die Leitungspersonen in neuer Form zusammenarbeiten.
«Fit für die Zukunft»
Auch die Landeskirchen machen sich nun vertieft Gedanken über ihre Zukunft. Eine Projektgruppe hat im vergangenen November einen Visionsprozess gestartet unter dem Motto «Fit für die Zukunft». Sie wollen wissen, wie die Landeskirche in Bezug auf ihre Rolle, ihre Leistungen und Strukturen im Jahr 2045 aufgestellt sein soll. Die Projektgruppe unter der Leitung von Kirchenrätin Anita Berger besteht aus Vertretenden aller Ebenen der Kirche. In einem ersten Schritt haben die Projektverantwortlichen acht Themenfelder definiert, bei denen sie Entwicklungspotential sehen. Nun rufen sie Interessierte dazu auf, sich bis am 31. März an einer online-Umfrage zu diesen zu äussern.
Welche Wünsche haben Sie an die Kirche?
Unter diesem Link nehmen Sie an der Umfrage teil. Sie dauert rund 20 Minuten. Die Resultate dienen der Formulierung einer Vision für die Kirche im Aargau im Jahr 2045.
