Was wisst ihr über … die Firmung ?
Bischof Felix Gmür mit Firmanden der Pfarrei Heiliggeist (BS) bei der Firmung 2022.
© Oliver Hochstrasser

Was wisst ihr über … die Firmung ?

Für alle, deren Wissen über die Firmung etwas eingerostet ist, hier die wichtigsten Infos.

Worum gehts?

Das Wort «Fir­mung» hat seine Wurzel im lateinis­chen «con­fir­ma­tio». Das bedeutet auf Deutsch Bestä­ti­gung oder Bekräf­ti­gung. Bei der Fir­mung bestäti­gen und bekräfti­gen die Gefirmten das Taufver­sprechen, das ihre Eltern und Pat­en bei der Taufe für sie abgegeben haben. Die Fir­mung wird als Über­gang von Kind­sein zum Erwach­sen­wer­den gese­hen. Die Fir­mung ist ein Sakra­ment. Zusam­men mit der Taufe und der Erstkom­mu­nion bildet sie die soge­nan­nten «Ini­ti­a­tion­ssakra­mente». Das bedeutet, dass man durch sie in die Glaubens­ge­mein­schaft hineinge­führt wird.Absatz mit Beispiel-Link zur Web­site (bitte IMMER, wenn es extern geht, anhak­en: in neuem Fes­nter öff­nen!)

Was ist ein Sakrament?

Sakra­mente sind beson­dere Zeichen des Glaubens. Sie machen sicht­bar, dass Jesus Chris­tus den Men­schen das Heil gebracht hat und dass Gott die Men­schen ein Leben lang begleit­et. Die katholis­che Kirche ken­nt sieben Sakra­mente: Taufe, Eucharistie (Kom­mu­nion), Fir­mung, Ehe, das Sakra­ment der Ver­söh­nung (Beichte), Priester­wei­he und Kranken­sal­bung.

Wer kann gefirmt werden?

Jede und jed­er Getaufte kann gefirmt wer­den. Wer sich erst als Erwachsene/r dazu entschei­det, sich fir­men zu lassen, kann Taufe, Eucharistie und Fir­mung gemein­sam emp­fan­gen.
Wer bere­its getauft ist und die Erstkom­mu­nion emp­fan­gen hat, wird meis­tens im Alter zwis­chen vierzehn und achtzehn Jahren gefirmt. Warum genau in diesem Alter? Es ist ein Lebens­ab­schnitt, in dem Jugendliche langsam immer mehr Entschei­dun­gen für sich selb­st tre­f­fen. Dazu soll auch die Entschei­dung im Glauben gehören.

Wie bereitet man sich auf die Firmung vor?

Die Jugendlichen tre­f­fen sich regelmäs­sig in Fir­m­grup­pen mit Lei­t­erin­nen und Leit­ern. Dort besprechen sie ver­schiedene The­men, die sie inhaltlich auf das Firm­sakra­ment vor­bere­it­en, aber sie reden auch über ihren Glauben, ihre Hoff­nun­gen, ihre Fra­gen und Äng­ste.

Wie läuft die Firmung ab?

Das Sakra­ment wird meis­tens durch den Bischof oder den Wei­h­bischof gespendet, in sel­te­nen Fällen von einem durch den Bischof beauf­tragten Priester. Dabei legt der Bischof den Fir­man­den die Hand auf und zeich­net ihnen mit Chrisam, einem gewei­ht­en duf­ten­den Öl aus Bal­samharz und Olivenöl, ein Kreuz auf die Stirn und spricht dabei die Worte: «Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heili­gen Geist.» Während der Fir­mung leg­en die Firm­patin­nen oder ‑pat­en den Fir­man­den ihre Hand auf die Schul­ter. Damit zeigen sie: «Ich bin für dich da auf deinem Glaubensweg.»

Leonie Wollensack
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