Wallfahrer in Festlaune

Strahlen­der Son­nen­schein liess an Maria Empfäng­nis die Feier­lichkeit­en zum 50 Jahr-Jubiläum des Lour­de­spilgervere­ins Frick­tal mit rund 550 Mit­gliedern zu einem grossen Erleb­nis wer­den. Aus weit­en Teilen der deutschen und rätoro­man­is­chen Schweiz sowie aus Liecht­en­stein waren Del­e­ga­tio­nen von Lour­de­spilgervere­inen nach Eiken gepil­gert. Der feier­liche Einzug der über 20 viel­far­bigen Vere­ins­fah­nen, ange­führt von der Lan­des­fahne mit dem Bild des heili­gen Brud­er Klaus, umrahmte den fes­tlichen Gottes­di­enst auf beson­dere Weise.

Der Jubiläum­san­lass gestal­tete sich zu einem unvergesslichen Fam­i­lien­tr­e­f­fen von Lour­de­spil-gern, die fre­und­schaftliche Zusam­men­halte pfle­gen. Für Viele war es ein fro­hes Wieder­se­hen nach der let­zten Wall­fahrt vom ver­gan­genen Früh­jahr. Ver­traute Gesichter und Fre­unde begeg­neten sich in Frohmut wieder und feierten zusam­men mit dem Frick­taler Vere­in dessen 50 jähriges Beste­hen. In der voll beset­zten Pfar­rkirche Eiken stand Jugend- und Wei­h­bischof Mar­i­an Ele­gan­ti aus Chur dem Fest­gottes­di­enst vor. Als Konzel­e­bran­ten wirk­ten Präs­es Fabi­an Schnei­der und Pfar­rer Alexan­der Pasa­li­di mit. «Das Leben ist eine Pil­ger­schaft mit dem Ziel, Gott vor Augen zu haben.» In sein­er gut aufgenomme­nen Predigt sprach Bischof Ele­gan­ti über den Sinn des Wall­fahrens. Wall­fahren diene der inneren Entwick­lung und Ent­fal­tung. Der Sinn ein­er Wall­fahrt liege in der Umkehr. «Oft sind wir zuviel mit unseren irdis­chen Din­gen beschäftigt. Alles verge­ht, nur die Verbindung mit Gott durch die Auf­nahme des heili­gen Geistes bleibt beste­hen.» Bischof Ele­gan­ti emp­fahl den Gläu­bi­gen, immer durch Gebet und durch die Sakra­mente Jesus ent­ge­gen zu gehen.

Dankbarkeit für erhal­tene Gnaden
In sein­er Begrüs­sung zum zweit­en Teil des Jubiläums im «Kul­turellen Saal Eiken» blick­te Vizepräsi­dent Ignaz Schlienger auf die bewegten 50 Jahre des Vere­ins und die lange Tra­di­tion der Frick­taler Lour­deswall­fahrten zurück. «Wenn wir heute feiern, tun wir das mit gross­er Dankbarkeit für viele spür­bare, sicht­bare und unsicht­bare Gnaden, welche Gott durch die Mut­ter Gottes von Lour­des den Frick­taler Pil­gerin­nen und Pil­gern und deren Fam­i­lien in all den Jahren der Lour­des-Wall­fahrten gegeben hat und immer noch gibt.» Ignaz Schlienger sprach sich dafür aus, dass auch in den kom­menden Jahren kranke und gesunde, ältere und jün­gere Men­schen den Weg nach Lour­des find­en soll­ten. Der frühere Präsi­dent und Ehren­mit­glied Arthur Schlienger grat­ulierte seinem langjähri­gen Vere­in im Frick­taler Dialekt und auf poet­is­che Weise mit einem Vers. «Füfzig Johr si sich­er wert zum jubiliere. Drum möchte au ich rächt här­zlich grat­uliere. Heit Gottver­traue, denn macht’s schaffe Sinn, de Reschte bsorgt denn d’Himmelskönigin.»

Kinder­tra­ch­t­en­tanz­gruppe und Lour­des-Helfer­chor
Zu fro­her Gemütlichkeit trug die Kinder­tra­ch­t­en­tanz­gruppe Frick­tal bei, was der kräftige Applaus des Pub­likums bestätigte. Kinder und Jugendliche zwis­chen fünf und vierzehn Jahren zeigten den gut gelaun­ten Gästen, dass im Frick­tal Folk­loris­tis­ches auch bei der her­anwach­senden Gen­er­a­tion Gefall­en find­et. Der für die Jugendlichen her­beigeeilte Samich­laus ver­stand es, auf orig­inelle Art seinen Dank zu erstat­ten, indem er allen Kindern neb­st dem ver­di­en­ten Ruhm einen «Chlaus-Sack» verteilte. Zu ein­er bun­ten musikalis­chen Reise nach Lour­des lud als­dann der Lour­des-Per­son­al­chor ein, welch­er schon zusam­men mit ein­heimis­chen Jung­musikan­tinnen wesentlich zur Feier­lichkeit des Fest­gottes­di­en­stes beige­tra­gen hat­te. Der Chor war vor 20 Jahren von aufgestell­ten jun­gen Leuten gegrün­det wor­den. Unter dem Mot­to «Welche Farbe hat dein Lied?» sorgte der Per­son­al­chor für Begeis­terung und weck­te Vor­freude auf die Lour­des-Wall­fahrt im Mai 2014.

Ste­fan Treier/acm

Redaktion Lichtblick
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