
Synodale? Synodaler? Ja, klar!
Im Herbst stehen im Kanton Aargau nach einer Amtsdauer von 4 Jahren Gesamterneuerungswahlen für die Mitglieder der Kirchenpflege und für die Synodalen an. Letztere werden als Vertreterinnen und Vertreter ihrer Kirchgemeinde ins Kirchenparlament gewählt, das alle wichtigen Geschäfte der Landeskirche berät und beschliesst. Wir nehmen die bevorstehenden Wahlen zum Anlass, «unseren» Synodalen ein paar Fragen zu ihrer Aufgabe zu stellen, und hoffen damit das Interesse für dieses wichtige Amt zu wecken.
Brigitta Bölsterli, was hat dich motiviert, dich für das Amt als Synodale der Kirchgemeinde Brugg zur Verfügung zu stellen?
Ich war in meiner früheren Kirchgemeinde 20 Jahre Pfarreiratspräsidentin und 10 Jahre in der Kirchenpflege. Das Amt der Synodalen kannte ich jedoch nicht und es hat mich gereizt, etwas Neues anzupacken und einen Beitrag für die Kirchgemeinde zu leisten. Ich habe dadurch Menschen kennengelernt und es hat mir geholfen, heimischer zu werden.
Welche Aufgaben gibt es während des Jahres zu erfüllen?
Es gibt je eine halbtägige Frühlings- und eine Herbstsynode an denen die Rechnung bzw. das Budget Haupttraktandum sind. Weitere Geschäfte von grosser Tragweite werden vom Kirchenrat dem Kirchenparlament vorgelegt. Die Synode wählt ebenfalls die Kirchenräte und seinen Präsidenten.
Davor findet jeweils eine Vorsynode statt. Eine Synodenvertretung im jeweiligen Bezirk – bei uns ist das Baden – organisiert diese. Dabei wird in der Regel auch etwas Kulturelles oder ein Einblick in ein besonderes kirchliches Umfeld geboten. Bei der Vorsynode sind einzelne Mitglieder des Kirchenrates, der Geschäftsprüfungskommission und allenfalls der Generalsekretär mit dabei. So können im kleinen Rahmen die Traktanden der kommenden Synode vorbesprochen und detaillierte Fragen gestellt werden.
In unserer Kirchgemeinde werden die Synodalen vor der Synode an eine Kirchenpflegesitzung eingeladen, damit die Traktanden besprochen und die Meinung der Kirchenpflege eingeholt werden kann.
Arbeiten die Synodalen zusammen und sprechen sie sich für gewisse Traktanden ab?
Wir handhaben das jeweils so, dass wir die einzelnen Traktanden untereinander aufteilen und für die Besprechung mit der Kirchenpflege vorbereiten. Bei diesem Treffen findet dann eine offene Diskussion über die einzelnen Themen statt und wir suchen nach einer gemeinsamen Haltung.
Wie gross ist die zeitliche Belastung?
Diese hält sich in einem engen Rahmen. Zum Aktenstudium kommen zwei Abendsitzungen mit der Kirchenpflege, die beiden Vorsynoden und Synoden von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
Lesen Sie in den nächsten Ausgaben des Lichtblicks die kurzen Statements unserer bisherigen Vertreterinnen und unseres Vertreters.

