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Minis bekommen neues Rüstzeug
Wer das neue Minipower, das Werkheft für Ministrantinnen und Ministranten, aufschlägt, dem flattert auf den ersten Seiten eine kleine schwarz-weisse Fledermaus entgegen: «Sali! Ich bin Fidelia, … eure Begleiterin auf dem Weg zum Ministranten, zur Ministrantin», stellt sie sich vor.
Fidelia ist Teil der Neugestaltung des 2003 erstmals erschienen Minipower. Wozu braucht es ein Werkbuch für Minis, wie Ministrantinnen und Ministranten oft genannt werden?
Minis übernehmen wichtige liturgische Aufgaben im Gottesdienst. Anders als bei einem Beruf gibt es dafür aber keine formale Ausbildung. Das Wissen muss also anders vermittelt werden. Das neue Minipower hat ein Drittel mehr Umfang als sein Vorgänger, ist aber nicht mehr als Handbuch, sondern in sechs Werkheften konzipiert.
Was ist neu?
Die neuen Minipower-Hefte sprechen die Minis selbst, ihre Leitenden oder Präsides an. Für jede Zielgruppe wurden die jeweiligen Hefte so ausgearbeitet, dass sie deren Bedürfnisse abdecken.
Die Minis entdecken gemeinsam mit der Fledermaus Fidelia, was es bedeutet, Mini zu sein, welche Aufgaben sie in den verschiedenen Gottesdienstformen haben und lernen ihre Kirche kennen. Neben Erklärungen gibt es viele interaktive Seiten, auf denen die Minis ihr Heft individuell gestalten und mit Inhalten über sich selbst und aus ihrer eigenen Pfarrei ergänzen können. Der hinterste Teil ist wie ein Freundebuch konzipiert.
Das Heft für Mini-Leitende möchte Oberministranten oder Leiterinnen praktische Tipps und Methoden für das Scharleben an die Hand geben, die sie direkt in ihrer Gruppe umsetzen können.
Im Heft für die Präsides steht die Minipastoral im Mittelpunkt. Es klärt, welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten Präsides haben, wie sie die Minis begleiten, die Leitenden unterstützen und als Brückenbauerinnen und Brückenbauer zwischen Minischar und Pfarrei wirken können. Zu jedem Abschnitt finden sich eine oder mehrere Reflexionsfragen für die eigene Arbeit.
Neben den Heften für die einzelnen Gruppen gibt es ausserdem ein Liturgieheft, ein Grundlagenheft und ein neues Minis ABC.
Ein siebtes Heft, das sich mit den Themen psychische Gesundheit im Jugendalter und Prävention befasst, ist noch in Arbeit. Die Autorinnen und Autoren wollen zunächst die Ergebnisse der Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche abwarten, um aktuelle Erkenntnisse und daraus mögliche Konsequenzen für die Inhalte des Hefts berücksichtigen zu können.
Wer steckt hinter Minipower?
Entwickelt wurde das Minipower von Mitgliedern der Deutschschweizer Arbeitsgruppe für Ministranten/-innenpastoral (damp), die für die Ausbildung der Minis verantwortlich und auf Minipastoral spezialisiert ist. Die Inhalte wurden zudem vom Liturgischen Institut fachlich geprüft und mit weiteren Fachpersonen aus der Praxis abgestimmt.
Was sollte man über das neue Minipower noch wissen?
Das Minipower gibt es nur auf Deutsch. Eine Besonderheit ist die Schreibweise von Gott. Statt des «o» verwenden die Autorinnen und Autoren ein kleines Dreieck. Damit möchten sie ausdrücken, dass Gott nicht auf eine bestimmte Vorstellung festgelegt werden kann. Das Dreieck verweist auf die Dreifaltigkeit und steht dafür, dass Gott grösser ist, als wir ihn uns vorstellen können.
Die damp wird von der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz mitfinanziert und ist zudem auf Spenden angewiesen. Sie geht jedoch davon aus, dass sich die Kosten für das Minipower durch den Verkauf refinanzieren lassen.
Minipower bestellen
Auf der Website der damp gibt es weitere Infos und die Möglichkeit, die Hefte zu erwerben.