Kirchenchor Muri

Kirchenchor Muri

Vom Klos­ter­dorf zur Kloster­stadt und zur Dom­stadt

Ende Sep­tem­ber reiste der Kirchen­chor Muri vom Klos­ter­dorf in die Kloster­stadt Maulbronn. Geprägt wird sie von ein­er ein­drück­lich erhal­te­nen mit­te­lal­ter­lichen Kloster­an­lage, einem ehe­ma­li­gen Zis­terzienserk­loster, das heute zum UNESCO-Weltkul­turerbe gehört. Ökonomiege­bäude, Klosterkirche und Kreuz­gang lassen den ursprünglichen Kos­mos eines mit­te­lal­ter­lichen Klosters und seine Bedeu­tung noch immer lebendig wer­den. Im klaren Herb­stlicht trat­en grosse und kleine Details der Baukun­st beson­ders schön her­vor. Unge­plant, aber umso ein­drück­lich­er, erhiel­ten die Besucherin­nen und Besuch­er in der Kirche zudem eine Kost­probe der Vor­bere­itun­gen zu Mendelssohns Ora­to­ri­um «Paulus».

Zwis­chen Maulbronn und Spey­er liegt das Städtchen Schwet­zin­gen. Ein Brauereirestau­rant bot bei Speis und Trank einen passenden Rah­men für gesel­liges Beisam­men­sein. Bei einem Schlum­mertrunk vor dem imposan­ten Schloss mit Schloss­garten (eben­falls UNESCO Weltkul­turerbe), umgeben von mediter­ranem Flair, klan­gen die Ein­drücke des ersten Tages in guter Gesellschaft und bis zu später Stunde nach.

Wie bedeut­sam Spey­er nicht nur für die Region, son­dern auch für das mit­te­lal­ter­liche Reich war, wurde bei ein­er lebendi­gen Führung ein­drück­lich erfahrbar. Im Dom zu Spey­er liegt Rudolf I. von Hab­s­burg begraben, der erste römisch-deutsche König aus dem Hause Hab­s­burg. Damit span­nt sich eine direk­te Verbindung zum Kloster Muri. Die Kaiser­stadt, eben­falls UNESCO-Weltkul­turerbe, hat ihren his­torischen Glanz glück­licher­weise auch über die bei­den Weltkriege hin­weg bewahrt und ist zweifel­los einen weit­eren Besuch wert.

Im schmuck­en Städtchen Staufen im Breis­gau fand die Reise bei einem exquis­iten Nacht­essen in einem lauschi­gen Innen­hof ihren stim­mungsvollen Ausklang. So span­nte sich der Bogen von der Dom­stadt Spey­er zurück ins Klos­ter­dorf Muri.

Geschichtliche Erken­nt­nisse, architek­tonis­che Juwele, kul­turelle Bere­icherun­gen, lokale kuli­nar­ische Köstlichkeit­en und wertvolle Begeg­nun­gen macht­en diesen zweitägi­gen Aus­flug zu einem beson­deren Erleb­nis.

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