Informationen aus der Projektgruppe “Prüfung Vertiefte Zusammenarbeit”

Seit Jahren arbeit­en wir in unserem Pas­toral­raum sehr eng und erfol­gre­ich zusam­men. Viele Ange­bote wie Gottes­di­en­ste, Reli­gion­sun­ter­richt oder Anlässe wer­den gemein­sam von einem Team geplant und durchge­führt in den Pfar­reien. Dies ist die eine Seite des Dualen Sys­tems – die pas­torale Säule. Die staatskirchen­rechtliche Seite, (ober­stes Organ sind die Lan­deskirchen) ist die andere gle­ich­berechtigte Säule. Die Kirchge­mein­den sind eigen­ständi­ge Organe. Sie ver­wal­ten die Finanzen, unter­hal­ten die Gebäulichkeit­en und sind für vieles mehr zuständig. Dadurch schaf­fen die Kirchge­mein­den die äusseren Voraus­set­zun­gen zur Ent­fal­tung des kirch­lichen Lebens. Im Zweck­ver­band Zurzach- Stu­den­land sind alle Kirchge­mein­den des Paso­ral­raumes vertreten. Der Hauptzuständigkeit ist die Anstel­lung des kirch­lichen Per­son­als. Diese Zusam­me­nar­beit im Pas­toral­raum hat sich bestens etabliert und bewährt.

Vor knapp einem Jahr wurde eine Pro­jek­t­gruppe einge­set­zt, um auch mögliche For­men ein­er inten­siv­eren Zusam­me­nar­beit zwis­chen den Kirchge­mein­den zu prüfen. Aus­gelöst wurde das Pro­jekt, weil es immer schwieriger wird, die Ämter für die Kirchenpfle­gen der einzel­nen Kirchge­mein­den mit genü­gend Per­so­n­en zu beset­zen. Eine Pro­jek­t­gruppe, beste­hend aus je einem Mit­glied pro Kirchge­meinde, hat seit dem Pro­jek­t­start am 26. Juni 2025 viele Infor­ma­tio­nen zusam­menge­tra­gen und ver­schiedene Vari­anten ein­er möglichen Zusam­me­nar­beit erar­beit­et, geprüft und analysiert. Ver­schiedene Mod­elle sind zur Vernehm­las­sung in die Kirchenpfle­gen geflossen und von diesen bew­ertet wor­den. An den Kirchge­mein­de­v­er­samm­lun­gen wurde jew­eils über den Stand der Arbeit­en informiert.

Am 27. April haben sich nun die Kirchenpfleger und Finanzkom­mis­sio­nen der fünf Kirchge­mein­den zu ein­er gemein­samen Sitzung in Schneisin­gen getrof­fen. Die Pro­jek­t­gruppe hat die Ergeb­nisse ihrer Arbeit präsen­tiert und vorgeschla­gen, die fünf Kirchge­mein­den zu ein­er Gemeinde zusam­men­zuschliessen. Zuerst wurde dazu eine Diskus­sion im Plenum geführt und im Anschluss von den Kirchenpflegern und der Finanzkom­mis­sion unter sich berat­en. Im abschliessenden gemein­samen Aus­tausch bestand Einigkeit darüber, dass die Arbeits­gruppe weit­ere Abklärun­gen (Finanzen, Verträge, etc.) bezüglich einem Zusam­men­schluss erar­beit­en soll. Damit wür­den kün­ftig Pas­toral­raum und Kirchge­meinde geo­graphisch deck­ungs­gle­ich: ein Pas­toral­raum und eine Kirchge­meinde. Alle Kirchenpfle­gen ste­hen hin­ter der Idee, den Zusam­men­schluss der fünf Kirchge­mein­den zu ver­fol­gen und die entsprechen­den Detail­abklärun­gen zu machen.

In einem ersten Schritt sollen nun die finanziellen Auswirkun­gen eines Zusam­men­schlusses geprüft wer­den. Der Auf­trag dafür wird an eine Treuhand­fir­ma vergeben. Konkret geht es darum:

– Gebäude und fäl­lige Investi­tio­nen fach­män-

nisch zu bew­erten,

– eine Finanz­pla­nung für die näch­sten Jahre

zu erstellen

– und einen gemein­samen Steuer­fuss zu be-

rech­nen, der für die näch­sten drei Jahre

nicht angepasst wer­den muss.

Par­al­lel dazu wer­den Doku­mente für eine gemein­same Kirchge­meinde erar­beit­et.

Natür­lich wer­den die Ergeb­nisse kom­mu­niziert und mit den Mit­gliedern der Kirchge­mein­den disku­tiert. Dazu sind fol­gende Ter­mine vorge­se­hen:

– 07.09.2026 Infover­anstal­tung Schneisin­gen

– 09.09.2026 Infover­anstal­tung Bad Zurzach

Weit­ere Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen wer­den nach Stand der Arbeit­en durchge­führt. Sollte es tat­säch­lich zu einem Zusam­men­schluss kom­men, müsste dieser an der Urne beschlossen und von allen Kirchge­mein­den angenom­men wer­den. Eine entsprechende Abstim­mung kön­nte am 6. Juni 2027 an der Urne erfol­gen. Der Zusam­men­schluss würde dann auf den 1. Jan­u­ar 2028 vol­l­zo­gen.

Die kom­menden Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen in Schneisin­gen und Bad Zurzach dür­fen bere­its heute als wichtige «Save-the-date»-Termine vorge­merkt wer­den. Sie bieten allen Mit­gliedern der Kirchge­mein­den Gele­gen­heit, sich aus erster Hand über den aktuellen Stand der Arbeit­en zu informieren, Fra­gen zu stellen und den weit­eren Prozess aktiv mitzu­ver­fol­gen.

Die geplante Zusam­men­le­gung ist ein bedeu­ten­der Schritt für die Zukun­ft unser­er Kirchge­mein­den, wobei das duale Sys­tem beibehal­ten wird. Sie bietet die Chance, Kräfte zu bün­deln, Ver­ant­wor­tung gemein­sam zu tra­gen und das kirch­liche Leben im Pas­toral­raum nach­haltig zu stärken. Die Pro­jek­t­gruppe lädt deshalb alle Mit­glieder ein, den weit­eren Weg gemein­sam, offen, inter­essiert und kon­struk­tiv mitzugestal­ten. Nur im gemein­samen Dia­log kann eine tragfähige Lösung entste­hen, die den Bedürfnis­sen der heuti­gen Zeit gerecht wird.

Wer zusät­zlichen Infor­ma­tio­nen benötigt, kann sich an die Präsi­dentin oder den Präsi­den­ten der jew­eili­gen Kirchenpflege der Kirchge­mein­den wen­den oder an den Präsi­den­ten der Pro­jek­t­gruppe Heinz Schwit­ter (+41 79 403 16 72 / ).

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