Heute: Die Lange Nacht der Kirchen
Viele bunte Ballons zur «Langen Nacht der Kirchen» im Jahr 2018.
Bild: © Pastoralraum Region Brugg-Windisch

Heute: Die Lange Nacht der Kirchen

Kirche einmal anders erleben

Heute Freitag, 23. Mai, findet die «Lange Nacht der Kirchen» zum fünften Mal statt – zeitgleich mit anderen europäischen Ländern. In 16 Kantonen laden reformierte und katholische Kirch­gemeinden zu vielfältigen Angeboten ein. Ziel der Aktion ist es, die Kirchentür für alle Menschen zu öffnen.


«Kirche ein­mal anders erleben» sei der unter­schwellige Slo­gan der Lan­gen Nacht der Kirchen, sagt Jean­nette Häsler Daf­fré, Kom­mu­nika­tionsver­ant­wortliche der Römisch-katholis­chen Kirche im Kan­ton Aar­gau. Dabei gehe es in erster Lin­ie darum, die Hemm­schwelle vor der Kirchen­tür abzubauen. Gemein­sam mit Bar­bara Lau­rent von der reformierten Lan­deskirche im Kan­ton Aar­gau leit­et sie neben dem Aar­gauer auch das nationale Pro­jekt. Sie betreiben die Web­seite, auf der sämtliche Ange­bote der Pfar­reien und Kirchge­mein­den aufgeschal­tet sind, ste­hen den Teil­nehmenden bera­tend zur Seite und organ­isieren die gemein­same Wer­bung. Die teil­nehmenden Pfar­reien und Kirchge­mein­den finanzieren ihre Ange­bote selb­ständig. Für die Besuchen­den sind sie in der Regel unent­geltlich. Die nationale Pro­jek­tleitung finanzieren die Lan­deskirche gemein­sam. Die «Lichtblick»-Redaktion hat für Sie ein paar Ange­bote her­aus­gepickt

Der Mut, für andere einzustehen: Zivilcourage – Kleine Schritte statt Heldentaten

In ihrem Vor­trag spricht die Psychologie­professorin Veroni­ka Brand­stät­ter-Moraw­i­etz über Zivil­courage im All­t­ag. Die braucht es, wenn Men­schen diskri­m­iniert wer­den: Frauen­feindlichkeit, Frem­den­feindlichkeit, Gewalt gegen Kinder oder Men­schen anderen Glaubens. Die Liste ist lang. Und jede Gewalt ist abzulehnen. Eine Auf­gabe, die alle Men­schen ange­ht. Wie Zivil­courage geht, erk­lärt Veroni­ka Brand­stät­ter im Roten Turm in Baden um 20.30 Uhr. Der Vor­trag dauert rund eine Stunde.

Abseilen vom Kirchturm

In Bergdi­etikon (AG) kann man sich von 18.45 bis 20.00 Uhr am Kirch­turm der reformierten Kirche abseilen. Das braucht zwar Mut, aber Angst muss man keine haben, denn ein erfahren­er Berg­steiger sichert die Turmbesteigerin­nen und Turmbesteiger fach­män­nisch.

Musik aus den mittelalterlichen Klöstern

Wie mag es im Mit­te­lal­ter gek­lun­gen haben? Eine Idee davon kön­nen Sie in der Kirche Heilig Kreuz in Bin­nin­gen (BL) bekom­men. Dort singt das Ensem­ble Pere­g­ri­na mehrstim­mige Gesänge von Hilde­gard von Bin­gen (1098–1179) und Bir­git­ta von Schwe­den (1303–1373), wie sie in spanis­chen und pol­nis­chen Frauen­klöstern damals erk­lun­gen sein sollen. Zu hören um 19 Uhr.

«Freaky»

«Freaky» ist die Geschichte vom fehlen­den Güggel auf dem Kirch­turm. Während Pfar­rer Matthias Jäg­gi die frei erfun­dene Geschichte erzählt, malt der Medi­enkün­stler Jon Wirth­n­er live Bilder dazu. Und natür­lich darf auch die musikalis­che Unter­malung nicht fehlen. Die Wort-Bild-Ton-Per­for­mance begin­nt um 19.30 Uhr in der reformierten Kirche Frick (AG) und dauert rund eine Stunde. Danach gibt es einen Apéro auf dem Lin­den­platz.

Ausstellung «Life at Sea»

Die Wan­der­ausstel­lung über das Leben von Seeleuten macht Halt im reformierten Kirchge­mein­de­haus in München­stein (BL). 1,7 Mio. Seeleute weltweit küm­mern sich um die Güter, die rund um den Erd­ball zu uns reisen. Oft sind die Seeleute lange weg von zu Hause. Wie geht es ihnen dabei? Was erleben sie auf hoher See? Die Ausstel­lung, die von der Deutschen See­manns­mis­sion kuratiert wurde, zeigt Bilder und Texte der Seeleute. Von 18 bis 18.30 Uhr find­et die feier­liche Eröff­nung statt. Die Ausstel­lung ist bis am 20. Juni jew­eils von Dien­stag bis Fre­itag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Pantomimenpredigt

Christoph Schwa­ger kann ohne Worte predi­gen, und seine Botschaft ist voller Aus­druck, Tiefe und Inspi­ra­tion. Sie begin­nt um 20 Uhr in der reformierten Kirche Hägen­dorf (SO).

Eva Meienberg
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