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H is for Hawk
Als Helens Vater völlig unerwartet stirbt, bleibt zunächst nur Leere. Keine Tränen, kein Zorn – nur die Abwesenheit eines Menschen, mit dem sie die Leidenschaft fürs Beobachten teilte. Um mit dem Verlust umzugehen, beschliesst sie, einen Habicht abzurichten. Sie wählt die scheue Mabel, die zugleich Raubvogel und Gefährtin werden soll. Fortan richtet Helen ihr Leben ganz auf das Tier aus und vernachlässigt Familie, Freunde und Beruf.
«H Is for Hawk», nach Helen Macdonalds autobiografischem Buch, erzählt still und eindringlich von Trauer, ohne in Symbolik zu verfallen. Der Film verbindet präzise Naturbeobachtung mit feiner angelsächsischer Erzählkunst. Aus Leere, Geduld und Konzentration entsteht eine subtile, fast atemlose Spannung – und am Ende die Ahnung eines Neubeginns.
«H Is for Hawk»; GB/US, 2025; Regie: Philippa Lowthorpe; Besetzung: Brendan Gleeson, Claire Foy, Sam Spruell.; Kinostart: 23. Juli