H is for Hawk
Filmbild aus «H is for Hawk»
© filmcoopi.ch

H is for Hawk

Als Helens Vater völ­lig uner­wartet stirbt, bleibt zunächst nur Leere. Keine Trä­nen, kein Zorn – nur die Abwe­sen­heit eines Men­schen, mit dem sie die Lei­den­schaft fürs Beobacht­en teilte. Um mit dem Ver­lust umzuge­hen, beschliesst sie, einen Habicht abzuricht­en. Sie wählt die scheue Mabel, die zugle­ich Raub­vo­gel und Gefährtin wer­den soll. For­t­an richtet Helen ihr Leben ganz auf das Tier aus und ver­nach­läs­sigt Fam­i­lie, Fre­unde und Beruf.

«H Is for Hawk», nach Helen Mac­don­alds auto­bi­ografis­chem Buch, erzählt still und ein­dringlich von Trauer, ohne in Sym­bo­l­ik zu ver­fall­en. Der Film verbindet präzise Naturbeobach­tung mit fein­er angel­säch­sis­ch­er Erzäh­lkun­st. Aus Leere, Geduld und Konzen­tra­tion entste­ht eine sub­tile, fast atem­lose Span­nung – und am Ende die Ahnung eines Neube­ginns.

«H Is for Hawk»; GB/US, 2025; Regie: Philip­pa Lowthor­pe; Beset­zung: Bren­dan Glee­son, Claire Foy, Sam Spru­ell.; Kinos­tart: 23. Juli

Thomas Binotto
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