La Beauté de l’Âne
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La Beauté de l’Âne

Asllan Gji­nov­ci war 19 Jahre alt, als er den Koso­vo ver­liess. Nach­dem der Physik­stu­dent an Demon­stra­tio­nen für die Unab­hängigkeit seines Lan­des teilgenom­men hat­te, wurde er von der Polizei ver­fol­gt. In Genf fand er Asyl und eine zweite Heimat, wo er eine Fam­i­lie grün­dete. Seine Tochter Dea Gji­nov­ci kan­nte Makër­mal, das Dorf ihres Vaters, lange nur aus seinen Erzäh­lun­gen.

Nach mehr als 50 Jahren später reisen die Filmemacherin und ihr Vater mit einem Film­pro­jekt dor­thin zurück. Gemein­sam mit den Bewohner­in­nen und Bewohn­ern lassen sie Erin­nerun­gen wieder aufleben: an spie­lende Kinder, gemein­sames Hüten von Schafen und Abende am Feuer, aber auch an Ver­fol­gung, Angst und Tod. Die Bewohnen­den des Dor­fes schlüpfen in die Rollen ihrer Vor­fahren und spie­len Ass­lans Erin­nerun­gen nach. So entste­ht eine Welt, in der Ver­drängtes sicht­bar wird und Vater und Tochter Ver­gan­gen­heit gemein­sam erfahren kön­nen.

«La beauté de l‘âne»; Schweiz, 2025; Regie: Dea Gji­nov­ci; Beset­zung: Asllan Gji­nov­ci und Bewohnende von Makër­mal; Kinos­tart: 21. Mai

Eva Meienberg
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