Fuori
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Fuori

1980, Rom: Die Schrift­stel­lerin Goliar­da Sapien­za hat eine Haft­strafe wegen Dieb­stahls abge­sessen und sitzt allein in ihrer Woh­nung. Das ist die eine Seite von «Fuori»: Äch­tung, Arbeit­slosigkeit, Ein­samkeit. Die andere führt in die Schw­erelosigkeit: Befreiung von Kon­ven­tio­nen, Sol­i­dar­ität und Zärtlichkeit. Im Gefäng­nis ent­deckt die Intellek­tuelle eine zugle­ich raue und sol­i­darische Frauen­welt – und ein eigenes «fuori».

Wieder draussen streift sie mit den ehe­ma­li­gen Mit­ge­fan­genen Rober­ta und Bar­bara durch einen schein­bar ziel­losen Som­mer in Rom. Leichtigkeit und Dunkel­heit liegen dabei stets nah beieinan­der. Beson­ders die ungezähmte Rober­ta fasziniert und verun­sichert Goliar­da zugle­ich. Frei­heit bedeutet nicht automa­tisch Glück oder Sicher­heit. Mario Mar­tones Film erzählt von einem flüchti­gen, inten­siv­en Som­mer und ver­weigert ein­fache Deu­tun­gen. Ger­ade darin liegt seine Stärke. Gedreht wurde teil­weise im Haus der Par­ti­sanin Sapien­za und im Gefäng­nis Rebib­bia mit Laien-Darstel­lerin­nen.

https://youtu.be/nV1eGg-HU6w?si=I0pT0DxfItVi12bU

«Fuori» von Mario Mar­tone; Ital­ien, 2025; Regie: Mario Mar­tone; Beset­zung: Vale­ria Goli­no, Matil­da de Ange­lis, Elodie; Ab 18. Juni im Kino

Thomas Binotto
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