
Der Tod ist ein Arschloch
Eric Wrede ist Bestatter in Berlin und führt ein eigenes Unternehmen mit Filialen in mehreren Städten. Bevor er sich eines Nachts auf einer langen Autofahrt für seinen heutigen Beruf entschied, war er in der Musikindustrie tätig. Seine Vergangenheit erklärt vermutlich den Rock ’n’ Roll, der in seiner Arbeit mitklingt. Das filmische Porträt zeigt einen Bestatter, der –wenn nötig – auch unkonventionelle Wege geht.
«Ich wusste nicht, dass du verbrannt werden willst», sagt Eric Wrede zu seiner Freundin Gaby. Die beiden planen ihre Bestattung, da Gaby unheilbar krank ist. «Ich habe ja immer kalte Füsse, ich finde die Vorstellung, da ins Warme zu gehen, ganz angenehm», sagt sie. Verbrennen oder begraben werden – solche Vorstellungen sind im lebenden Zustand eine Zumutung für das Denken, und dennoch erfordern sie Entscheidungen.
Bestatter Wrede begegnet diesen Zumutungen direkt und ehrlich. Als Zuschauende können wir aus sicherer Distanz bereits jene Fragen bedenken, die unser eigener Tod unweigerlich aufwerfen wird.
«Der Tod ist ein Arschloch»; Deutschland, 2025; Regie: Michael Schwarz; Besetzung: Eric Wrede, Maria Schuster, Katja Seydel; Kinostart: 30. April