Ab heute dürfen sie mit ihr und er mit ihm

Ab heute dürfen sie mit ihr und er mit ihm

Ab heute Fre­itag, 1. Juli 2022, tritt die Ehe für alle in Kraft. Damit dür­fen sich auch Schwule und Les­ben in der Schweiz ziv­il das Jawort geben. Gle­ichgeschlechtliche Paare kön­nen zudem ihre einge­tra­gene Part­ner­schaft in eine Ehe umwan­deln. Neue einge­tra­gene Part­ner­schaften sind nun nicht mehr möglich. In der Christkatholis­chen Kirche kön­nen sie ab sofort auch das Ehe­sakra­ment emp­fan­gen. Der Frauen­bund will das­selbe auch in der römisch-katholis­chen Kirche erre­ichen. Das Kirchen­recht sieht nach wie vor keine Eheschlies­sung für gle­ichgeschlechtliche Paare vor. «Die Ehe für alle ist ein Meilen­stein für die Gle­ich­stel­lung», sagte Pink-Cross-Geschäfts­führer Roman Heg­gli gegenüber der Nachricht­e­na­gen­tur Key­stone-SDA.

Wieviele gle­ichgeschlechtliche Paare den neuen rechtlichen Rah­men nutzen wer­den, lässt sich laut Bun­des­be­hör­den und dem Schweiz­erischen Ver­band für Zivil­standswe­sen nicht abschätzen. Eine Umfrage der Nachricht­e­na­gen­tur Key­stone-SDA in ver­schiede­nen Regio­nen von Ende Juni zeigt, dass ein Run von heiratswilli­gen gle­ichgeschlechtlichen Paaren auf die Zivil­stand­sämter, wie er Anfang 2007 nach der Ein­führung der reg­istri­erten Part­ner­schaft fest­stell­bar war, aus­bleiben wird. In den ver­gan­genen Jahren schwank­te die Zahl der jährlich neu einge­tra­ge­nen Part­ner­schaften schweizweit im Schnitt zwis­chen 650 und 730.

Christian Breitschmid
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