Eine Vision für die Kirche von morgen in Basel
© Leonie Wollensack

Eine Vision für die Kirche von morgen in Basel

An der diesjährigen Synode der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt stand die Frage im Zentrum, wie sich die Kirche in den kommenden Jahren weiterentwickeln soll.

Bere­its 2023 gab die Syn­ode den Auf­trag, eine «Vision RKK» für die Zukun­ft der Kirche in Basel-Stadt zu erar­beit­en. In den ver­gan­genen Jahren wur­den dazu Mitar­bei­t­ende, Pfar­reien und weit­ere Beteiligte ein­be­zo­gen. Ende 2025 lag die Vision vor, nun begin­nt die konkrete Umset­zung.
Geplant sind mehrere Teil­pro­jek­te, die sich unter anderem mit der Zusam­me­nar­beit der Pfar­reien, der Organ­i­sa­tion der Ver­wal­tung, den Mis­sio­nen sowie der Rolle von Haupt- und Frei­willi­gen beschäfti­gen. Disku­tiert wird dabei auch, welche Schw­er­punk­te einzelne Pfar­reien kün­ftig set­zen kön­nen und wie kirch­lich­es Leben vor Ort gestal­tet wer­den soll.
Die Syn­ode wählte Delia Baroni und Jürg Zihlmann aus dem Syn­oden­büro in die Pro­jek­tleitung zur Umset­zung der «Vision RKK». Damit wer­den kün­ftig auch Vertreterin­nen und Vertreter der Syn­ode direkt am mehrjähri­gen Entwick­lung­sprozess beteiligt sein.

Geld für Bau- und Sanierungsprojekte

Die Jahres­rech­nung 2025 schloss trotz leicht rück­läu­figer Steuere­in­nah­men mit einem kleinen Über­schuss von rund 19 000 Franken ab. Die Kan­ton­alkirche ver­fügt weit­er­hin über Reser­ven und kann anste­hende Bau- und Sanierung­spro­jek­te zu einem grossen Teil aus eige­nen Mit­teln finanzieren. Dies auch Dank eines angelegten Erneuerungs­fonds.

Konkrete Veränderungen vor Ort

Beschäftigt haben die Syn­ode auch konkrete Vorhaben: Sie stimmte einem Antrag zu, der die Zusam­men­le­gung der Pfar­reien Aller­heili­gen und St. Marien zu ein­er neuen gemein­samen Pfar­rei vor­sieht. Auch bei den kirch­lichen Liegen­schaften ste­hen Verän­derun­gen an. Das ehe­ma­lige Pfar­rhaus Aller­heili­gen kün­ftig als Kinder­garten genutzt. Beim Hat­stät­ter­hof ste­ht der Bezug im Herb­st bevor. Im Zusam­men­hang mit den Baupro­jek­ten am Lin­den­berg sollen Räume für die Spezialseel­sorge zusam­menge­führt wer­den, wodurch ander­norts Flächen für Woh­nun­gen frei wer­den. Kün­ftig soll zudem dem Hitzeschutz bei Bau- und Sanierungsvorhaben mehr Aufmerk­samkeit geschenkt wer­den.

Neue Kirchenrätin, Teilrevision der Verfassung und ökumenischer Religionsunterricht

Neu in den Kirchen­rat gewählt wurde Gaby Jenö, die das Amt für den Rest der laufend­en Amtspe­ri­ode bis 2027 übern­immt.
Weit­ere Beschlüsse betrafen eine Teil­re­vi­sion der Ver­fas­sung der Kan­ton­alkirche. Sie reagiert auf die verän­derten Anmelde­v­er­fahren bei den Ein­wohn­er­di­en­sten und soll die Mit­glied­schaft in der Kan­ton­alkirche kün­ftig wieder klar­er regeln. Die Vor­lage muss allerd­ings noch von den Stimm­berechtigten beschlossen wer­den und kommt voraus­sichtlich am 15. Novem­ber zur Abstim­mung. Zudem ver­ab­schiedete die Syn­ode eine neue Ord­nung für den öku­menis­chen Reli­gion­sun­ter­richt, der ab dem kom­menden Schul­jahr gemein­sam von katholis­ch­er und reformiert­er Seite geleit­et wer­den soll.

Redaktion Lichtblick
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