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Das beste Frühstück
Als ich ein Kind war, nahm mich meine Grossmutter jeden Sonntag zusammen mit meinen drei Brüdern mit in die Kirche. Eines Tages versprach sie uns nach der Messe das «beste Frühstück». Voller Vorfreude dachten wir an ein Restaurant oder eine Einladung. Doch nach der Messe gingen wir einfach nach Hause. Auf unsere irritierten Fragen sagte sie ruhig: «Ihr habt es schon bekommen.» Erst dann erklärte sie: Die Heilige Kommunion sei das beste Frühstück.
Meine Grossmutter war keine Theologin. Doch in ihrer einfachen Sprache lag eine tiefe Wahrheit: Die Eucharistie ist das Brot des Lebens. Sie stärkt uns, gibt Orientierung und trägt uns im Alltag.
Diese Erinnerung bewegt mich bis heute. Gerade in einer Zeit, in der in vielen Pastoralräumen und Pfarreien Erstkommunion gefeiert wird, zeigt sich, wie wichtig es ist, den Glauben in verständlicher Sprache weiterzugeben. Nicht Komplexität überzeugt, sondern das, was das Herz erreicht.
Dankbar denke ich auch an Papst Franziskus, der am 21. April 2025 verstorben ist. Auch er fand einfache Worte für grosse Wahrheiten und nannte die Eucharistie «Brot für Sünder und Nahrung für Engel».
Ein herzlicher Dank gilt allen, die mit einfachen Worten und durch ihr Handeln den Glauben weitergeben. Möge dieses «beste Frühstück» Quelle der Hoffnung und Kraft bleiben – gerade in unserer herausfordernden Zeit.