Sie haben die Frage.​ Wir haben die Antwort.
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Sie haben die Frage.​ Wir haben die Antwort.

In traditionellen Gebeten gibt es immer wieder Begriffe, die heute seltsam anmuten. Sollen diese dennoch weiter gebraucht werden oder gibt es gute Gründe, sie zu ersetzen? Das ist die Frage einer Leserin.

Da ich fast täglich den Rosenkranz auf meinen mor­gendlichen Spaziergän­gen bete, sage ich immer wieder das Wort «gebenedeit». Ist das nicht ein ver­al­tetes Wort und kön­nte mit «geseg­net» erset­zt wer­den? Die Leute wür­den let­zteres sich­er bess­er ver­ste­hen.

Ja, das Wort «gebenedeit» ist eine alte Über­set­zung des lateinis­chen Verbs «bene­dic­tus». Heute würde man üblicher­weise das Verb «seg­nen» verwenden.​Trotzdem würde ich weit­er­hin «gebenedeit» beten. Erstens beto­nen die Betenden mit diesem Aus­druck, dass Jesus, wahrer Men­sch und wahrer Gott, nicht nur geseg­net ist, son­dern selb­st die Quelle des Segens. Zweit­ens gibt es einen prak­tis­chen Grund: Wenn Gläu­bige das Ave Maria gemein­sam beten wollen, soll­ten sie diesel­ben Worte ver­wen­den – damit sie sich gegen­seit­ig ver­ste­hen.

Diese Frage wurde mit der Bitte gestellt, den Namen der Fragestel­lerin nicht zu veröf­fentlichen. Die Frage hat Davide Bor­den­ca beant­wortet. Er ist The­ologe und Reli­gion­späd­a­goge. Er arbeit­et seit 2022 am Litur­gis­chen Insti­tut der deutschsprachi­gen Schweiz in Fri­bourg.

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Redaktion Lichtblick
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