Rental Family
Mia (Shannon Gorman) mit Phillip (Brandon Fraser), ihrem Mietvater in «Rental Family»
Bild: © kinocheck.de

Rental Family

Der Amerikan­er Philipp ist in Tokio ges­tran­det. Ein aus­ge­mustert­er ein­samer Schaus­piel­er. Ein Gele­gen­heit­sjob bringt ihn zu ein­er Agen­tur, die Fam­i­lie und Beziehun­gen auf Zeit ver­mit­telt. Philipp mimt einen bis­lang unbekan­nten Vater eines Mäd­chens, den Biografen eines altern­den Schaus­piel­ers, den besten Fre­und eines ein­samen Herzens. So wird Philipp zum Vater, Sohn und Brud­er zugle­ich – und zu sein­er Fam­i­lie.

In Japan gibt es über 300 solch­er Agen­turen. Regis­seurin Hikari bew­ertet diese nicht. In «Rental Fam­i­ly» wird das Echte nicht klar vom Gespiel­ten getren­nt. Philipp erken­nt, dass seine Rollen Ver­ant­wor­tung tra­gen und Wirkung ent­fal­ten. Seine Per­for­mance bed­ingt ganzheitliche Darstel­lung, voll­ständi­ge Durch­dringung, kom­plette Ver­wand­lung. Nichts ist reine Illu­sion, nichts reine Wirk­lichkeit. So wird der Film auch zur Betra­ch­tung über das Kino selb­st: gespielte Gefüh­le wer­den Wahrheit.

«Rental Fam­i­ly»; Japan, 2025; Regie: Hikari; Beset­zung: Bren­dan Fras­er, Take­hi­ro Hira, Mari Yamamo­to, Aki­ra Emo­to, Shan­non Mahi­na Gor­man

Kinos­tart: 8. Jan­u­ar

Thomas Binotto
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