Stiller
In Stefan Haupts filmischer Adaption des Romans «Stiller» von Max Frisch steht die Liebesgeschichte im Zentrum.
Bild: © Marc Reimann

Stiller

Bei der Ein­reise in die Schweiz wird Jim Larkin White wegen gefälschter Papiere festgenom­men. Er wird als Ana­tol Stiller iden­ti­fiziert. In der Unter­suchung­shaft schreibt White seine Geschichte auf und zeich­net das Bild eines Aben­teur­ers. Dann reist Stillers Ehe­frau Juli­ka aus Paris an, um ihren Mann zu iden­ti­fizieren. Doch obwohl White aussieht wie ihr Mann, entspricht er nicht dem Bild, das sie von ihm hat. In Juli­ka und Whites Gesprächen verdichtet sich das Bild des Ver­schol­lenen: Eines Mannes voller Selb­stzweifel und Neid, unfähig zu lieben, weil er sich selb­st ver­achtete.
White ver­ste­ht Stillers Entscheid, sein­er Exis­tenz zu ent­fliehen. Und wir ver­ste­hen, warum White auf keinen Fall (wieder) Stiller sein will.
In Ste­fan Haupts filmis­ch­er Adap­tion des Romans von Max Frisch ste­ht die Liebesgeschichte im Zen­trum. White ist die bessere Ver­sion von Stiller, mit ihm bekommt das Paar eine zweite Chance.

«Stiller»; Schweiz/Deutschland, 2024; Regie: Ste­fan Haupt; Beset­zung: Paula Beer, Ste­fan Kurt, Marie Leuen­berg­er, Ingo Ospelt

Kinos­tart: 16. Okto­ber

Eva Meienberg
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