
Mariä Geburt
Ein Fest der Hoffnung
Am 8. September feien wir das Fest der Geburt Mariens. Obwohl die Hl. Schrift nichts über ihre Geburt berichtet, erinnert das Fest daran, dass Gott seinen Weg mit den Menschen oft ganz still und unscheinbar beginnt.
AdobeStock: Hl. Anna mit Maria(St. Nazaire, Carcassonne)
Mit Maria kommt ein Mensch zur Welt, der später eine entscheidende Rolle in der Heilsgeschichte spielen wird. Sie wird Ja sagen zu Gottes Ruf und Jesus Christus zur Welt bringen. Noch ahnt an diesem Geburtstag niemand, welchen Weg dieses Kind einmal gehen wird. Und gerade darin liegt eine schöne Botschaft dieses Festes: In jedem neuen Leben steckt eine Zukunft, die wir noch nicht kennen. Gott kann aus kleinen Anfängen Grosses wachsen lassen.
Das Fest Mariä Geburt lenkt unseren Blick deshalb nicht nur auf Maria, sondern auch auf unser eigenes Leben. Vieles beginnt unscheinbar: eine Begegnung, ein gutes Wort, eine Entscheidung, ein neuer Gedanke. Erst später erkennen wir manchmal, welche Bedeutung daraus entstanden ist.
Maria steht für das Vertrauen, dass Gott mit uns unterwegs ist – auch wenn wir noch nicht wissen, wohin der Weg führt. Ihr Leben zeigt: Es braucht nicht immer grosse Worte und aussergewöhnliche Taten. Manchmal genügt die Bereitschaft, sich auf Gott einzulassen und Schritt für Schritt weiterzugehen.
So ist Mariä Geburt ein Fest der Hoffnung. Es erinnert uns daran, dass Gott immer wieder neu anfangen kann – mit Maria, mit uns und mitten in unserer Welt.

