Klimaschutz: Armutsbekämpfung mitdenken
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Klimaschutz: Armutsbekämpfung mitdenken

Klimaschutz: Armutsbekämpfung mitdenken

Damit die Schweiz kli­ma­neu­tral wer­den kann, sind umfassende Mass­nah­men notwendig. Dabei müssen Men­schen mit tiefen Einkom­men zwin­gend berück­sichtigt wer­den. Nun haben Fach­leute am Car­i­tas-Forum in Bern zum The­ma «Exis­ten­zen sich­ern. Sozialökol­o­gis­che Wende und Armut» erst­mals über eine gemein­same Per­spek­tive auf den ökol­o­gis­chen Umbau und die Armuts­bekämp­fung disku­tiert – und Lösun­gen aufgezeigt.

Um den CO2-Ausstoss entsch­ieden zu senken, sind Mass­nah­men in allen Lebens­bere­ichen notwendig. Diese müssen zwin­gend sozialverträglich aus­gestal­tet wer­den. Denn für viele Men­schen in der Schweiz reicht das Einkom­men schon heute nicht, um ihren Lebens­be­darf zu deck­en. Die Armuts­bekämp­fung ste­ht ein­er wirk­samen Klimapoli­tik allerd­ings nicht im Weg. Im Gegen­teil: «Eine richtig aus­gestal­tete Klimapoli­tik bietet sog­ar die Chance, soziale Ungle­ich­heit­en zu ver­ringern», sagt Aline Masé, Lei­t­erin der Fach­stelle Sozialpoli­tik bei Car­i­tas Schweiz. Sie schlägt auch Lösun­gen vor. Beim Wohnen beispiel­weise kann die Förderung von bezahlbarem Wohn­raum ein­herge­hen mit Mass­nah­men zur Senkung der CO2-Emis­sio­nen. Masé: «Wir müssen Sozialpoli­tik und Klimapoli­tik zusam­men denken.» Beim Wohnen set­zt eben­so Stadt­forsch­er Philippe Koch an. In sta­bilen Wohn­ver­hält­nis­sen zu leben, ist eine Bedin­gung, damit sich Men­schen um sich selb­st und um andere küm­mern und am gesellschaftlichen Leben teil­haben kön­nen. Ökonomisch Benachteiligte sind jedoch oft­mals gezwun­gen an Orten zu wohnen, die weit von ihren Arbeit­splätzen und sozialen Ein­rich­tun­gen ent­fer­nt sind. Damit steigt der Zeitaufwand – und generell: der Ressource­naufwand. Hier set­zt Kochs Analyse an. Das Faz­it der ins­ge­samt neun Referenten/innen: Klimapoli­tik und Sozialpoli­tik müssen Hand in Hand gehen, wenn eine Prekarisierung der Verlierer/innen der Kli­maer­wär­mung ver­mieden wer­den soll. Zugle­ich ist Opti­mis­mus ange­bracht, da Lösun­gen auf der Hand liegen. Nun ist die poli­tis­che Umset­zung gefragt.

Car­i­tas Schweiz

Redaktion Lichtblick
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