
«Im Fluss»
Ausstellung
Die Ausstellung «Im Fluss» ist vom 2. bis 30. Oktober in der Basler Predigerkirche zu sehen. Vernissage ist am 2. Oktober um 18 Uhr mit einem Input von Theologin Monika Hungerbühler und Musik der Harfenistin Noemi Mettler. Herzliche Einladung zum
Apéro mit der Gelegenheit zum Austausch.
Drei Fragen an Wolf Südbeck-Baur
Wie und wann kamen Sie darauf, Wasser zu fotografieren? Und wieso genau den Rhein?
Wolf Südbeck-Baur: Wenn ich mir abends am Rhein entlang die Füsse vertrete und durchatme, betrachte ich den Fluss des Wassers und komme immer wieder neu ins Staunen. Mit dem Fluss fangen die Gedanken an zu fliessen. So ist mir aufgefallen, dass der Rhein in Basel so viele Gesichter und unendlich viele Lichter hat. Lichter und Gesichter, die am Tag nicht zu sehen sind. Ihr Leuchten, der Glanz, das Schimmernde, Schillernde, das Verwobensein des Lichts – alles weist auf die Verbundenheit letztlich von allem hin. Ständig ist das Leben in Bewegung, wie der Fluss vor unserer Haustür. Dass es gerade das Wasser des Rheins ist, liegt einfach daran, dass der Rhein tatsächlich vor meiner Haustür vorbeifliesst.
Sie sind Journalist und Redaktor. Was ist beim Fotografieren anders als beim Schreiben?
Das ist eine interessante Frage, die nicht so leicht zu beantworten ist. Sicher ist: Für einen Artikel brauche ich Tage, für ein
Foto einen Moment. Sowohl beim Fotografieren wie auch bei einem Artikel fliesst meine vorgängige Sicht auf die Dinge wie ein Spiegel meines inneren Auges auf die Wahl der Perspektive ein. Beim Fotografieren suche ich den richtigen Ausschnitt mit
dem Auge, beim Artikel die passenden Worte, um das ins oder ans Licht zu bringen, was auf den ersten Blick nicht unmittelbar
sichtbar ist.
Was sollen die Bilder bei den Menschen auslösen, wenn sie vor ihnen stehen?
Wenn die Bilder anfangen, zum Betrachter, zur Betrachterin zu sprechen, ein Echo aus den Tiefen des Herzens, der Seele
auslösen, würde mich das riesig freuen. Wenn die Fotos bei der einen oder dem anderen auf einen Funken von Hoffnung, auf
einen liebenden Grund aller Bewegung, allen Seins hinweisen, könnten sich Schleusen zu neuen Begegnungen öffnen.