Erntedank – dankbar für das, was uns trägt

Erntedank – dankbar für das, was uns trägt

Erntedank 2026 in Abtwil.

Seit Jahrhun­derten brin­gen Men­schen ihre Dankbarkeit für die Ernte vor Gott. Früher entsch­ied eine gute Ernte oft ganz unmit­tel­bar darüber, wie eine Fam­i­lie oder ein Dorf durch den Win­ter kam. Heute kaufen die meis­ten von uns ihre Lebens­mit­tel im Laden – und doch sind auch wir abhängig von der Natur, vom Wet­ter und von Men­schen, die unsere Lebens­mit­tel pro­duzieren. Das hat die grosse Dürre dieses Jahres beson­ders deut­lich gemacht. Aus­getrock­nete Böden, Wasser­man­gel und Pflanzen, die unter der anhal­tenden Trock­en­heit lei­den, zeigen, wie wenig selb­stver­ständlich Wach­s­tum und Ernte sind.

Vielle­icht bekommt Erntedank ger­ade deshalb in diesem Jahr einen beson­deren Klang. Es ist nicht ein­fach ein Fest der vollen Körbe. Es erin­nert daran, das wertzuschätzen, was gewach­sen ist – ob viel oder wenig – und sorgsam mit den natür­lichen Lebens­grund­la­gen umzuge­hen. Dabei reicht der Blick über die Ernte auf den Feldern hin­aus. Erntedank kann auch Anlass sein, sich zu fra­gen: Was durfte in meinem eige­nen Leben wach­sen und reifen? Was trägt mich? Beziehun­gen und Fre­und­schaften, Gemein­schaft, Gesund­heit, Frieden oder Men­schen, die zur richti­gen Zeit für uns da sind – auch sie gehören zu jen­er «Ernte», die sich nicht in Kör­ben sam­meln lässt.

Müh­lau: Sam­stag, 19. Sep­tem­ber, 18 Uhr, musikalisch mit­gestal­tet vom Rüsstaler Jodelchör­li und Oskar Betschart am Schwyz­erörgeli.

Sins: Son­ntag, 20. Sep­tem­ber, 10 Uhr, musikalisch mit­gestal­tet vom Heimatchör­li Luzern.

Die Erntedankgottes­di­en­ste laden dazu ein, gemein­sam zu feiern, innezuhal­ten und den Blick auf das zu richt­en, was uns geschenkt ist. Denn vielle­icht ist das die zeit­lose Botschaft von Erntedank: Das Wesentliche im Leben ist nicht selb­stver­ständlich.

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