Ein Licht, das niemals
erlischt

Ein Licht, das niemals erlischt

Das Ewige Licht gehört zu jed­er katholis­chen Kirche. Tag und Nacht bren­nt es beim Taber­nakel und ist eines der bekan­ntesten Zeichen im Kirchen­raum. Viele ken­nen das rote Licht, doch nur wenige wis­sen, woher diese Tra­di­tion stammt und welche Bedeu­tung sie hat.

Die Wurzeln des Ewigen Licht­es reichen bis ins Alte Tes­ta­ment zurück. Im Buch Exo­dus erhält das Volk Israel den Auf­trag, vor dem Her­rn ein Licht ständig bren­nen zu lassen (Ex 27,20–21). Es war ein sicht­bares Zeichen dafür, dass Gott mit­ten unter seinem Volk gegen­wär­tig ist.

Auch im Chris­ten­tum wurde das Licht früh zu einem wichti­gen Sym­bol. Jesus sagt von sich: «Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nach­fol­gt, wird nicht in der Fin­ster­n­is gehen, son­dern wird das Licht des Lebens haben.» (Joh 8,12). Das Licht ste­ht deshalb bis heute für Chris­tus und seine Gegen­wart.

Seit dem Mit­te­lal­ter bren­nt das Ewige Licht in katholis­chen Kirchen vor dem Taber­nakel. Es zeigt an, dass dort die kon­sekri­erten Hostien auf­be­wahrt wer­den und Chris­tus in der Eucharistie gegen­wär­tig ist. Damit weist es auf das Herzstück jed­er katholis­chen Kirche hin.

Früher wurde das Ewige Licht meist mit Olivenöl gespeist, später auch mit Wachs. Heute ver­wen­den viele Kirchen aus prak­tis­chen Grün­den Öllichter oder elek­trische Leucht­en. Das heute typ­is­che rote Glas war übri­gens nicht von Anfang an selb­stver­ständlich. Erst im Laufe der Zeit set­zte sich die rote Farbe als gut sicht­bares Erken­nungsze­ichen für die Gegen­wart Christi im Taber­nakel durch.

Auch wenn sich die Form des Ewigen Licht­es im Laufe der Jahrhun­derte verän­dert hat, ist seine Bedeu­tung gle­ich geblieben. Es erin­nert daran, was das rote Licht anzeigt: Im Taber­nakel wer­den die kon­sekri­erten Hostien auf­be­wahrt. So ist das Ewige Licht bis heute nicht nur ein fes­ter Bestandteil der Kirchenausstat­tung, son­dern auch ein sicht­bares Zeichen katholis­ch­er Glauben­stra­di­tion.

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