
Die Heilige Verena als Brückenbauerin
Mitten auf dem Brückengeländer von Bad Zurzach nach Rheinheim grüsst eine Darstellung der Heiligen Verena die Besucher der Schweiz und Deutschlands und erinnert durch Krug und Kamm daran, dass auch wir Sorge tragen müssen um unsere hilfsbedürftigen Mitmenschen. Verena, die aus Theben in Ägypten stammte, kam auf einem langen und abenteuerlichen Weg im 4. Jahrhundert schliesslich nach Bad Zurzach, wo sie Arme und Kranke liebevoll pflegte und versorgte. Aber nicht nur in unserer Region und von katholischen und reformierten Christen wird sie bis heute verehrt, sondern ganz besonders auch von den koptischen Christen in Ägypten und auf der ganzen Welt. Als Ausdruck der Verehrung und des Glaubens pilgern viele Gläubige zum Grab der hl. Verena in die Krypta des St. Verenamünsters und feiern dort Gottesdienste oder zünden eine Kerze an. Zum Schatz des Münsters gehören auch Reliquien der Heiligen. Sie verbinden menschlich und geistlich Verena mit den Christen von heute.
Der koptische Bischof Serapion von Los Angeles und Hawaii kam am 11. Mai zusammen mit dem Priester Isidor und dem Diakon Youssef der koptischen Gemeinde in Zürich nach Bad Zurzach, um Reliquien der Heiligen Verena für zwei Orte zu empfangen. Dies geschah in einem feierlichen Akt mit Gebeten und Segnungen. (Zuvor brauchte es dazu die Genehmigung der Übergabe durch unseren Bischof Felix vom Bistum Basel). Diese Reliquien sind für das koptische Zentrum St. Mauritius und die St. Verena Kirche in Big Bear in Kalifornien und für das Frauenkloster St. Sarah in Minia in Oberägypten bestimmt.
So können Menschen, die ihr Leben für andere einsetzten, über die Zeiten, Konfessionen und Orte hinweg Länder und Menschen verbinden und dadurch zeigen, wie Liebe die wahre Quelle der Menschheit ist.

