Gemeinschaft 				der Heiligen

Gemeinschaft der Heiligen

Ich glaube an … die heilige katholis­che Kirche, (das ist die) Gemein­schaft der Heili­gen, …

Am 1. und 2. Novem­ber dür­fen wir die Feste Aller­heili­gen und Allersee­len bege­hen. 

Dabei feiern wir als Christin­nen und Chris­ten ein zen­trales Geheim­nis unseres Glaubens, näm­lich dass wir durch unsere Taufe in geheimnisvoller Weise eine grosse Gemein­schaft bilden, den mys­tis­chen Leib Christi.

Diese Gemein­schaft, die wir «Kirche» nen­nen, beken­nen wir jew­eils am Son­ntag im Glaubens­beken­nt­nis; hier meint das Wort «katholisch» nicht in erster Lin­ie die Kon­fes­sion, son­dern die umfassende Gemein­schaft der Glauben­den (Griech.: katho­likós = all­ge­mein).

Bild: ger­alt / Pix­abay (CC0)

Diese Gemein­schaft feiern wir auch in beson­der­er Weise, wenn wir zur Kom­mu­nion gehen (Lat.: com­mu­nio = Gemein­schaft) – die tiefe Ver­bun­den­heit mit Chris­tus im Emp­fang seines Leibes ist eben auch gle­ichzeit­ig Ver­bun­den­heit mit sein­er Kirche und mit allen, die zu ihr gehören. Diese Gemein­schaft umfasst nicht nur die Leben­den auf der Erde, son­dern auch die Ver­stor­be­nen und beste­ht konkret aus drei Grup­pen:

- Ein­er­seits alle Leben­den, die zu Chris­tus gehören und so miteinan­der weltweit im Glauben ver­bun­den sind.

- Ander­er­seits gehören zu dieser Gemein­schaft all jene Ver­stor­be­nen, deren See­len noch der Wand­lung bedür­fen, bevor sie endgültig in den Him­mel einge­hen kön­nen. Wir Leben­den kön­nen sie in diesem Prozess unter­stützen, z.B. mit unseren Gebeten und unseren Gottes­di­en­sten (Jahrzeit­en, Gedächt­n­is­feiern, Messstipen­di­en, u.v.m.). Dies möcht­en wir in diesen Tagen ganz beson­ders an Allersee­len (2.11.) und in den Totenge­denk­feiern tun.

- Die let­zte Gruppe umfasst die «Heili­gen» im engeren Sinne, also all jene, deren See­len bere­its ganz und gar im Him­mel und in der ewigen Gegen­wart Gottes angekom­men sind. Dort kön­nen sie nun ihrer­seits für uns Für­bitte ein­le­gen. Sie alle ehren wir am Hochfest Aller­heili­gen (1.11.), unab­hängig davon, ob sie in einem Heili­genkalen­der verze­ich­net sind oder nicht.

Mich per­sön­lich fasziniert und berührt dieses Geheim­nis unseres Glaubens immer wieder aufs Neue, weil für mich dadurch spür­bar wird, dass wir mit unseren Ver­stor­be­nen weit­er­hin in ein­er ganz konkreten, lebendi­gen und dynamis­chen Beziehung ver­bun­den bleiben; es ist eine Liebesge­mein­schaft, welche die Gren­zen unser­er dies­seit­i­gen Welt über­steigt und auch die unsicht­bare Wirk­lichkeit Gottes umfasst. 

Als Teil dieser Liebesge­mein­schaft kön­nen und sollen wir betend für unsere Ver­stor­be­nen ein­treten, und eben­so dür­fen auch wir auf die aktive Für­sprache und Zuwen­dung der bere­its Vol­len­de­ten im Him­mel hof­fen. 

Bei­des wollen wir tun, wenn wir uns in diesen Tagen über­all auf der Welt in Fest­gottes­di­en­sten und Totenge­denk­feiern ver­sam­meln, und wenn wir in liebevoller Erin­nerung die Gräber unser­er Ver­stor­be­nen schmück­en und besuchen. 

Es sind Tage der Hoff­nung, ein kleines Oster­fest mit­ten im Herb­st und eine Erin­nerung daran, dass der Him­mel bunt und voller Leben ist.

Ich wün­sche euch und Ihnen allen geseg­nete Fest­tage Aller­heili­gen und Allersee­len.


Gott, unser Vater, wir beten für unsere lieben Ver­stor­be­nen. Für sie ist die Zeit der irdis­chen Pil­ger­schaft zu Ende. Befreie sie von allem Bösen und lass sie heimkehren in deinen ewigen Frieden. Öffne ihnen das Paradies, wo es keine Trauer mehr gibt, keine Klage und keinen Schmerz, son­dern Friede und Freude mit deinem Sohn und dem Heili­gen Geist in Ewigkeit.

Gebet nach «Die Feier der Kranken­sakra­mente».

Ihr Peter Bad­er, Pfar­reiseel­sorg­er St. Niko­laus Reinach

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