Gedanken
Kirchgemeinde
In diesem Pfarrblatt werden in vielen Kirchgemeinden zu Kirchgemeindeversammlungen eingeladen. Auch bei den Einwohnergemeinden ist die Zeit der Versammlungen. Bei allen geht es um die Genehmigung der Rechnung 2025, also darum, ob Sie als Einwohner, mit den getätigten Ausgaben einverstanden sind. Dadurch, dass Sie sich mit der Rechnung beschäftigen und sich dazu Gedanken machen, diese an der Versammlung auch einbringen, tragen Sie aktiv zum Gemeindeleben bei. Vielleicht finden Sie, dass es bei der einen oder anderen Position Sparpotential hat, oder dass man die Steuergelder «sinnvoller» einsetzen könnte. Solche Gedanken können Sie bei der Versammlung äussern — aber mal ehrlich, es ist gelaufen, ändern wird das am Ergebnis nichts mehr. Aber, wenn Sie sich als Kirchenrat zur Verfügung stellen, können Sie bereits beim Budget Ihre Vorstellungen mit einbringen und so aktiv mitreden.
Es braucht Mut
Heute, wo so viele in den sozialen Medien Kommentare zu allem Möglichen abgeben, könnte man meinen, dass sich die Leute für vieles interessieren und auch mitgestalten wollen. Aber es ist halt ein Unterschied, ob man das anonym einfach posten oder liken kann. Oder, ob man als Kirchgemeinderatsmitglied, die Entscheide des ganzen Rates nach aussen vertreten muss. «allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann» — so hat man also mit jedem Entscheid Befürworter und Kritiker.
Mut Katholisch zu sein
Bei der Suche nach «Kirchenräten» gibt es verschiedene Herausforderungen. Zum einen sind die Personen, die man im Dorf kennt, meist schon mit diversen «Ämtli» eingedeckt, andere sind beruflich oder familiär ausgelastet. Was aber noch mehr aufwiegt, ist zum einen das Desinteresse und nicht zu unterschätzen: öffentlich dazu zu stehen, dass man katholisch ist und aktiv am Geschehen Anteil nimmt. Leider dominieren in vielen Köpfen und in den Medien die Schlagworte: «antiquierte Haltung, Frauendiskriminierung, Missbrauch». Dabei geht es doch eigentlich um: «Gemeinschaft, für einander einstehen, das Wort Gottes – einfach Nächstenliebe!»
Haben Sie Mut?!
Vielleicht kenne ich Sie «noch» nicht, oder habe keine Telefonnummer von Ihnen, habe also keine Möglichkeit Sie direkt anzufragen, ob Sie mehr über das Amt als Kirchenrat wissen wollen. Dann melden Sie sich doch bei mir: Tel. 061 783 80 91
Elisabeth Borer

