Coronavirus schickt Propstei in die Zwangsferien

Coronavirus schickt Propstei in die Zwangsferien

  • Als Bil­dung­sort für Grup­pen fällt die Prop­stei unter das ange­ord­nete Ver­samm­lungsver­bot. Allen Kursen und Gast­grup­pen musste abge­sagt wer­den. Das Bil­dungs- und Sem­i­narhaus der Römisch-Katholis­chen Lan­deskirche hat bis auf Weit­eres geschlossen.
  • Laut Lei­t­erin Clau­dia Men­nen sind die Annul­la­tions­be­din­gun­gen auss­er Kraft geset­zt wor­den. Kurskosten wer­den zurück­er­stat­tet, Reser­va­tion­skosten wer­den nicht ver­rech­net.
Frau Men­nen, welche Fol­gen hat­te der vom Bun­desrat ver­fügte «Lock­down» für die Prop­stei? Clau­dia Men­nen: Wir haben seit let­zten Dien­stag geschlossen. Aber schon in den Tagen vor der schick­sal­shaften Pressekon­ferenz des Bun­desrates haben wir viele Absagen ent­ge­gen­nehmen müssen. Die Leute haben ein­fach zu viel Angst, in diesen Tagen hier­her zu kom­men.Wie erk­lären Sie sich das? Ich kann das gut ver­ste­hen. Immer­hin sitzen an diesem Ort die Kursteil­nehmenden über län­gere Zeit zusam­men, essen auch zusam­men, tun Dinge, die man momen­tan bess­er ver­mei­den solle.Welche wirtschaftlichen Fol­gen erwarten Sie für den Betrieb? Wie schw­er die wirtschaftlichen Ver­luste sein wer­den, kann im Moment noch nie­mand abschätzen. Es ist zum jet­zi­gen Zeit­punkt auch nicht abse­hbar, wie lange das Virus hierzu­lande wüten wird.Haben Sie auch Kurzarbeit ein­führen müssen? Ja, das haben wir. Wir haben am Dien­stag unsere Mitar­bei­t­en­den informiert und ihr Ein­ver­ständ­nis einge­holt. Das war eine sehr emo­tionale Sit­u­a­tion. Die Prop­stei ist nicht nur Arbeit­sort, sie ist auch eine Fam­i­lie. Die sozialen Kon­tak­te sind sehr gut. Man nimmt Anteil aneinan­der. Das fällt nun weg. Wir haben kaum Arbeit zu verteilen.Was passiert mit Kun­den, die für die Zeit des «Lock­downs» Reser­va­tio­nen getätigt haben? Ihnen entste­hen keine Kosten! Sie dür­fen ja gar nicht kom­men. Wir ver­suchen Ersatzter­mine zu find­en im Herb­st oder im fol­gen­den Jahr. Uns ist die langfristige Kun­den­bindung wichtig!
Andreas C. Müller
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