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Vision
Von der «Welt» können wir als Kirche viel lernen, auch die Wichtigkeit von Visionen. Wer eine Vision hat, hat einen weiten Blick – nicht nur im Denken, sondern auch im Handeln. Mit einem griechischen Wort könnte man das «katholisch» nennen. Jede Institution, der Visionen fehlen, hat keine Zukunft.
In den vergangenen Wochen war ich an verschiedenen Veranstaltungen als Referent eingeladen. Was auffällt und aus der Perspektive der Kirche zu denken gibt: Es gelingt den Veranstaltenden, die Menschen in den Fragen anzusprechen, die sie beschäftigen.
Die «Montforter Zwischentöne» an verschiedenen Orten finden zum Thema «Zuversicht» statt; im «Tomorrow Mind Festival» im Bregenzer Festspielhaus ging es darum, heute das Morgen zu gestalten; der interdisziplinäre Kongress im Kloster Schönthal im Kanton Basel-Landschaft trug den Titel «Macht, Ohnmacht und Allmacht». Die Häuser sind voll. Die 20- bis 40-Jährigen sind unter den Teilnehmenden gut vertreten.
Bei allen Formaten sind Qualität und Professionalität offensichtlich. Sie leben aus Visionen. Sie machen nicht einfach weiter wie bisher. Sie ziehen auch nicht das Programm vom letzten Jahr aus dem Hängeregister. Das wäre ihr Ende. Sie sind kreativ bei den Menschen, ohne anbiedernd zu wirken. Dafür sind die Besucherinnen und Besucher auch bereit, viel zu bezahlen. Es ist es ihnen offensichtlich wert, weil es dem Leben dient. Der Titel einer Zeitschrift der Organisatorinnen weist auch uns den Weg: «Das Magazin für Köpfe, die Zukunft denken gestalten.»
Wenn das kein Lichtblick ist!

