Vision
P. Martin ist ehemaliger Abt des Klosters Einsiedeln und heute Propst von St. Gerold in Vorarlberg​
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Vision

Von der «Welt» kön­nen wir als Kirche viel ler­nen, auch die Wichtigkeit von Visio­nen. Wer eine Vision hat, hat einen weit­en Blick – nicht nur im Denken, son­dern auch im Han­deln. Mit einem griechis­chen Wort kön­nte man das «katholisch» nen­nen. Jede Insti­tu­tion, der Visio­nen fehlen, hat keine Zukun­ft.

In den ver­gan­genen Wochen war ich an ver­schiede­nen Ver­anstal­tun­gen als Ref­er­ent ein­ge­laden. Was auf­fällt und aus der Per­spek­tive der Kirche zu denken gibt: Es gelingt den Ver­anstal­tenden, die Men­schen in den Fra­gen anzus­prechen, die sie beschäfti­gen.

Die «Mont­forter Zwis­chen­töne» an ver­schiede­nen Orten find­en zum The­ma «Zuver­sicht» statt; im «Tomor­row Mind Fes­ti­val» im Bre­gen­z­er Fest­spiel­haus ging es darum, heute das Mor­gen zu gestal­ten; der inter­diszi­plinäre Kongress im Kloster Schön­thal im Kan­ton Basel-Land­schaft trug den Titel «Macht, Ohn­macht und All­macht». Die Häuser sind voll. Die 20- bis 40-Jähri­gen sind unter den Teil­nehmenden gut vertreten.

Bei allen For­mat­en sind Qual­ität und Pro­fes­sion­al­ität offen­sichtlich. Sie leben aus Visio­nen. Sie machen nicht ein­fach weit­er wie bish­er. Sie ziehen auch nicht das Pro­gramm vom let­zten Jahr aus dem Hän­gereg­is­ter. Das wäre ihr Ende. Sie sind kreativ bei den Men­schen, ohne anbiedernd zu wirken. Dafür sind die Besucherin­nen und Besuch­er auch bere­it, viel zu bezahlen. Es ist es ihnen offen­sichtlich wert, weil es dem Leben dient. Der Titel ein­er Zeitschrift der Organ­isatorin­nen weist auch uns den Weg: «Das Mag­a­zin für Köpfe, die Zukun­ft denken gestal­ten.»

Wenn das kein Licht­blick ist!

P. Martin Werlen
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