Reading Lolita in Teheran
Bild: © filmcoopi.ch

Reading Lolita in Teheran

Nach der Islamischen Revolution kehrt Literaturprofessorin Azar Nafisi nach Teheran zurück und erlebt, wie ein repressives Regime Gedanken und Bücher verbietet. Als sie ihre Stelle verliert, weil sie keinen Schleier tragen will, beginnt sie heimlich mit Studentinnen verbotene Werke zu lesen.

Als die Lit­er­atur­pro­fes­sorin Azar Nafisi nach der Iranis­chen Rev­o­lu­tion aus Ameri­ka in ihre Heimat­stadt Teheran zurück­kehrt, legt sich bald ein schwarz­er Schleier über ihr Leben. Die Sit­ten­polizei drangsaliert die Men­schen nicht nur mit Klei­der­vorschriften, son­dern auch mit Denkver­boten. Um das zu erre­ichen, set­zen sie Büch­er auf die Liste ver­boten­er Lit­er­atur.

Die Pro­fes­sorin ver­liert ihre Stelle, weil sie sich weigert einen Schleier zu tra­gen. Jeden Don­ner­stag­mor­gen lädt sie einige Stu­dentin­nen zu sich nach Hause ein, um die ver­bote­nen Büch­er zu lesen, in denen die Frauen ihre eige­nen Geschicht­en eingeschrieben find­en. Die Büch­er wer­den ihnen zum Trost, lassen sie durch­hal­ten und aus­brechen. Und am wichtig­sten: Sie find­en ihre eige­nen Gedanken wieder, die ihnen die Sit­ten­wächter ver­bi­eten wollen. «Read­ing Loli­ta in Teheran» ruft uns in Erin­nerung, dass erlangte Frei­heit vertei­digt wer­den muss, beson­ders in Zeit­en, in denen wieder Büch­er aus Bib­lio­theken ver­ban­nt wer­den.

«Read­ing Loli­ta in Teheran», Israel, Ital­ien 2025; Regie: Eran Rik­lis; Beset­zung: Gol­shifteh Fara­hani, Zar Amir, Mina Kavani; Ver­leih: filmcoopi.ch

Kinos­tart: 3. Juli

Eva Meienberg
mehr zum Autor
nach
soben