Mother – die Frau hinter der Ikone
Oberin Teresa (Noomi Rapace) möchte ihr Kloster verlassen, doch ihr Plan steht auf Messers Schneide.
Bild: © trigon-film.org

Mother – die Frau hinter der Ikone

Tere­sa ist 37 Jahre alt und führt das Kloster der Lore­to-Schwest­ern in Kalkut­ta mit strenger Hand. Selb­st die geschenk­te Rechen­mas­chine muss eine Schwest­er mit Namen «Num­mer Zwei» wieder zurück­geben. «Du hast doch ein Hirn!», sagt die Mut­ter­oberin. Sie mit Zif­fern statt Namen anzus­prechen ist auch so eine Idee der Frau, die später als Mut­ter Tere­sa welt­bekan­nt wer­den wird.

Das Elend der Armen bewegt Tere­sa so sehr, dass sie es hin­ter den Kloster­mauern nicht mehr aushält und sich von Jesus per­sön­lich gerufen fühlt, ihnen zu helfen. Sie schreibt wieder­holt Gesuche an den Vatikan, um das Kloster ver­lassen und einen neuen Orden grün­den zu dürfen/können. Aber nicht nur die Kirchen­hier­ar­chie ste­ht ihr im Weg, auch Selb­stzweifel pla­gen die kom­pro­miss­lose Frau.

Die Regis­seurin Teona Stru­gar Mitevs­ka ist wie Mut­ter Tere­sa Albaner­in und in Nord­maze­donien aufgewach­sen. Ihrem Blick ver­dankt es die Pro­tag­o­nistin, dass ihr Bild facetten­re­ich und jen­seits ein­er ide­al­isierten Heili­gen­fig­ur geze­ich­net ist.

«Moth­er – die Frau hin­ter der Ikone», Nord­maze­donien 2025; Regie: Teona Stru­gar Mitevs­ka; Beset­zung: Noo­mi Rapace, Sylvia Hoeks, Niko­la Ris­tanovs­ki

Kinos­tart: 29. Jan­u­ar

Eva Meienberg
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