Agenda

Wenn Missbrauch in der Kirche bekannt wird, dann …?

23. November 2026

Online-Fort­bil­dung zur per­sön­lichen Vor­bere­itung auf die Veröf­fentlichung der Miss­brauchsstudie für Seel­sor­gende, kirch­liche Mitar­bei­t­ende und Inter­essierte.

Anfang 2027 wird die Studie zu sex­uellem Miss­brauch in der katholis­chen Kirche der Schweiz veröf­fentlicht. Was die Veröf­fentlichung in Pfar­reien, bei Betrof­fe­nen, Ver­ant­wortlichen, Seel­sor­gen­den und kirch­lichen Mitar­bei­t­en­den aus­lösen wird, ist in der Fülle nicht abse­hbar. Sich­er ist allerd­ings: Die Ergeb­nisse wer­den neue und alt­bekan­nte Fra­gen aufw­er­fen; sie wer­den Emo­tio­nen und Reak­tio­nen her­vor­rufen, die die Kirche vor Ort und ihre Mit­glieder beschäfti­gen wird. Seel­sor­gende und kirch­liche Mitar­bei­t­ende wer­den dann sowohl per­sön­lich als auch in ihrer Rolle gefragt sein.

Genau hier set­zt die Fort­bil­dung an. Sie bietet einen Raum, sich auf die Veröf­fentlichung der Miss­brauchsstudie einzustellen. Durch Inputs und Diskus­sio­nen wird aufgezeigt, was die ver­muteten Stu­di­energeb­nisse für Betrof­fene und Pfar­reim­it­glieder bedeuten kön­nten. Im Zen­trum ste­ht dabei die Frage: «Was hil­ft mir, wenn das The­ma nahege­ht, und wie kann ich andere in dieser Sit­u­a­tion begleit­en?» Dafür wer­den prak­tis­che Impulse und Bezüge zu Erfahrun­gen aus anderen Kon­tex­ten Hand­lung­sop­tio­nen anbi­eten. Im gemein­samen Aus­tausch soll darüber nachgedacht wer­den, wie Selb­st- und Seel­sorge in Anbe­tra­cht der Veröf­fentlichung gelin­gen kann.

Lernziele

Die Teil­nehmenden

  • ken­nen mögliche Reak­tio­nen auf die Veröf­fentlichung der Miss­brauchsstudie und ord­nen diese ein.
  • reflek­tieren prak­tis­che Impulse, wie sie sich auf Erwartun­gen, Kri­tik und Emo­tio­nen vor­bere­it­en und in ihrer Rolle andere stützen.
  • benen­nen For­men der Selb­st­sorge, die sie im Moment und im Nach­gang der Veröf­fentlichung benöti­gen und anwen­den wer­den.

Programm

Teil I

  • Kontext(e) der Miss­brauchsstu­di­en 2023 & 2027 (Ste­fan Lop­pach­er)
  • Input zur Bedeu­tung der Studie für Betrof­fene & Diskus­sion (Bar­bara Haslbeck)

Teil II

  • Podi­um «Voneinan­der ler­nen» (Dolores Was­er Balmer, Bar­bara Haslbeck, Ste­fan Lop­pach­er)
  • Aus­tausch & Diskus­sion (Plenum und Kle­in­grup­pen)

Teil III

  • Eigene Ressourcen im Umgang mit dem The­ma stärken (Bar­bara Haslbeck)

Referent:innen

Dr. Bar­bara Haslbeck ist The­olo­gin und arbeit­et als Ref­er­entin in der Fort- und Weit­er­bil­dung Freis­ing. Seit Jahren forscht und pub­liziert sie zu ver­schiede­nen Aspek­ten von Miss­brauch, etwa zu spir­ituellem Miss­brauch und Miss­brauch an Erwach­se­nen.

Dolores Was­er Balmer ist Pflege­fach­frau, leit­ete das Schlupfhu­us und später das Kinder­schutzzen­trum in St.Gallen. Heute arbeit­et sie als Präven­tions­beauf­tragte der Bistümer Chur und St. Gallen.

Dr. Ste­fan Lop­pach­er ist The­ologe, Kirchen­jurist und Präven­tions­fach­per­son. Er leit­et die nationale Dien­st­stelle Miss­brauch im kirch­lichen Kon­text und ist Co-Geschäft­sleit­er von Mach­tRaum.

Mod­er­a­tion

Dr. Maria Lis­sek ist The­olo­gin, pro­movierte Kirchen­his­torik­erin und leit­et den Bere­ich Fort- und Weit­er­bil­dung am TBI.

Infor­ma­tio­nen und Anmel­dung

TBI-Ver­anstal­trung
Bild ©: TBI

  • Clock

    Start: Mo., 23. November 2026, 08:45 Uhr

    Ende: Mo., 23. November 2026, 12:15 Uhr

  • Location

    online

  • Anmeldung bis 1. November 2026

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