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Ein Missionar im Südsudan

22. Mai 2026

Trotz Krieg, Armut und Hunger hält die Hoff­nung stand. Pater Gre­gor Schmidt erzählt von Men­schen, die im Glauben neue Kraft find­en.

Wenn Pater Gre­gor Schmidt von seinem All­t­ag im Süd­su­dan erzählt, spricht er nicht zuerst von Not – son­dern von Hoff­nung. Von Men­schen, die trotz Armut und Unsicher­heit sin­gen, tanzen und beten. Von ein­er Kirche, die lebt.

Seit 2009 wirkt der aus Deutsch­land stam­mende Mis­sion­ar im Süd­su­dan. Er hat Krieg und Gewalt erlebt, aber auch, wie stark der Glaube die Men­schen trägt. «Das Chris­ten­tum hier ist jung und voller Kraft», sagt er. Gottes­di­en­ste dauern oft mehrere Stun­den – nicht, weil es so vorge­se­hen ist, son­dern weil die Men­schen bleiben wollen.

Der Süd­su­dan gehört zu den ärm­sten Län­dern der Welt. Nach der Unab­hängigkeit 2011 fol­gten Jahre der Gewalt, ein Bürg­erkrieg mit Zehn­tausenden von Toten und Mil­lio­nen Ver­triebe­nen. Bis heute erschw­eren poli­tis­che Span­nun­gen, Armut und die Fol­gen des Kli­mawan­dels den All­t­ag. Viele Fam­i­lien kämpfen ums Über­leben.
Pater Gre­gor ste­ht den Men­schen in dieser Sit­u­a­tion zur Seite. Er besucht abgele­gene Dör­fer, begleit­et Gemein­den und stärkt die lokale Kirche. Oft sind es Kat­e­chetinnen und Kat­e­cheten, die das kirch­liche Leben vor Ort tra­gen – denn Priester und Ordenss­chwest­ern sind rar. Umso wichtiger ist jede Begeg­nung, jedes Gespräch, jede Feier des Glaubens.

Was ihn beson­ders berührt, ist die Freude der Men­schen trotz allem: «Die Kirchen sind oft zu klein für die vie­len Gläu­bi­gen.» Für ihn ist klar: Ger­ade in den schwierig­sten Umstän­den wächst eine Hoff­nung, die von innen kommt.
Heute ist Pater Gre­gor Prov­inzial der Com­boni-Mis­sion­are im Süd­su­dan und trägt Ver­ant­wor­tung für viele Mit­brüder und Pro­jek­te. Seine Auf­gabe ist es, die Kirche vor Ort zu stärken – mit ein­fachen Mit­teln, aber grossem Ver­trauen.

Vom 20. bis 25. Mai 2026 kommt Pater Gre­gor in die Schweiz. In Gottes­di­en­sten und Vorträ­gen berichtet er von seinen Erfahrun­gen – von ein­er Kirche, die mit­ten im Leid Hoff­nung schenkt.
Das Hil­f­swerk KIRCHE IN NOT unter­stützte die Kirche im Süd­su­dan im Jahr 2024 mit rund CHF 660’000.

Ver­anstal­tung­sorte:

Mittwoch, 20. Mai 2026
09:00 Uhr – Andreaskirche, Gos­sau SG
19:00 Uhr – St. Mau­ri­tius, Som­meri TG

Don­ner­stag, 21. Mai 2026
09:00 Uhr – Pauluskirche, Gos­sau SG
17:00 Uhr – Kloster Mag­de­nau, Wolfertswil SG

Fre­itag, 22. Mai 2026
09:00 Uhr – St. Jakob, Cham ZG
18:30 Uhr – St. There­sia v. K. J., Seon AG

Sam­stag, 23. Mai 2026
09:00 Uhr – St. Anton, Basel BS
18:00 Uhr – St. Peter und Paul, Ettin­gen BL

Son­ntag, 24. Mai 2026
10:00 Uhr – St. Anton, Basel BS
18:00 Uhr – St. Marien, Basel BS

Mon­tag, 25. Mai 2026
09:30 Uhr – St. Lau­ren­tius, Win­terthur ZH

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