Trotz Krieg, Armut und Hunger hält die Hoffnung stand. Pater Gregor Schmidt erzählt von Menschen, die im Glauben neue Kraft finden.
Wenn Pater Gregor Schmidt von seinem Alltag im Südsudan erzählt, spricht er nicht zuerst von Not – sondern von Hoffnung. Von Menschen, die trotz Armut und Unsicherheit singen, tanzen und beten. Von einer Kirche, die lebt.
Seit 2009 wirkt der aus Deutschland stammende Missionar im Südsudan. Er hat Krieg und Gewalt erlebt, aber auch, wie stark der Glaube die Menschen trägt. «Das Christentum hier ist jung und voller Kraft», sagt er. Gottesdienste dauern oft mehrere Stunden – nicht, weil es so vorgesehen ist, sondern weil die Menschen bleiben wollen.
Der Südsudan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Nach der Unabhängigkeit 2011 folgten Jahre der Gewalt, ein Bürgerkrieg mit Zehntausenden von Toten und Millionen Vertriebenen. Bis heute erschweren politische Spannungen, Armut und die Folgen des Klimawandels den Alltag. Viele Familien kämpfen ums Überleben.
Pater Gregor steht den Menschen in dieser Situation zur Seite. Er besucht abgelegene Dörfer, begleitet Gemeinden und stärkt die lokale Kirche. Oft sind es Katechetinnen und Katecheten, die das kirchliche Leben vor Ort tragen – denn Priester und Ordensschwestern sind rar. Umso wichtiger ist jede Begegnung, jedes Gespräch, jede Feier des Glaubens.
Was ihn besonders berührt, ist die Freude der Menschen trotz allem: «Die Kirchen sind oft zu klein für die vielen Gläubigen.» Für ihn ist klar: Gerade in den schwierigsten Umständen wächst eine Hoffnung, die von innen kommt.
Heute ist Pater Gregor Provinzial der Comboni-Missionare im Südsudan und trägt Verantwortung für viele Mitbrüder und Projekte. Seine Aufgabe ist es, die Kirche vor Ort zu stärken – mit einfachen Mitteln, aber grossem Vertrauen.
Vom 20. bis 25. Mai 2026 kommt Pater Gregor in die Schweiz. In Gottesdiensten und Vorträgen berichtet er von seinen Erfahrungen – von einer Kirche, die mitten im Leid Hoffnung schenkt.
Das Hilfswerk KIRCHE IN NOT unterstützte die Kirche im Südsudan im Jahr 2024 mit rund CHF 660’000.
Veranstaltungsorte:
Mittwoch, 20. Mai 2026
09:00 Uhr – Andreaskirche, Gossau SG
19:00 Uhr – St. Mauritius, Sommeri TG
Donnerstag, 21. Mai 2026
09:00 Uhr – Pauluskirche, Gossau SG
17:00 Uhr – Kloster Magdenau, Wolfertswil SG
Freitag, 22. Mai 2026
09:00 Uhr – St. Jakob, Cham ZG
18:30 Uhr – St. Theresia v. K. J., Seon AG
Samstag, 23. Mai 2026
09:00 Uhr – St. Anton, Basel BS
18:00 Uhr – St. Peter und Paul, Ettingen BL
Sonntag, 24. Mai 2026
10:00 Uhr – St. Anton, Basel BS
18:00 Uhr – St. Marien, Basel BS
Montag, 25. Mai 2026
09:30 Uhr – St. Laurentius, Winterthur ZH