Fünf Fragen

Ruth Fleis­chlin, arbeit­et seit 15 Jahren auf dem Sekre­tari­at des Pas­toral­raumes Oberes Freiamt. Sie beant­wortet uns fol­gende fünf Fra­gen.

Welchen wichti­gen Rat würdest du einem Neuge­bore­nen geben? Ich würde ihm statt einem Rat einen Wun­sch auf den Weg mit­geben. Der Wun­sch, dass es in ein­er Welt mit viel Gebor­gen­heit und Liebe aufwächst, in dieser Umge­bung neues ent­deck­en, aus­pro­bieren und seine Einzi­gar­tigkeit stärken kann und so seinen Ruck­sack fürs Leben mit viel Selb­stver­trauen, Neugi­er, Aus­dauer und Wis­sen füllen kann.

Was macht einen guten Fre­und, eine gute Fre­undin aus? Ein guter Fre­und oder Fre­undin ist in guten wie in schlecht­en Zeit­en da. Wir kön­nen aufeinan­der zählen, gegen­seit­ig aus­tauschen, zusam­men disku­tieren, lachen, weinen, zuhören…  Ist jemand der  kri­tis­che Fra­gen stellt, mir den Spiegel hin­hält ohne mich zu verurteilen oder mich zu ver­let­zen.

Welche Dinge hal­ten dich davon ab, die Dinge zu tun, welche du wirk­lich tun soll­test? Habe ich ein span­nen­des Buch kann ich Dinge, die ich nicht so gerne mache vor mich her schieben bis der zeitliche Druck gross wird.

Was bedeutet wahre Grösse für dich? Men­schen respek­tvoll zu behan­deln ohne zu werten und  zu verurteilen.

Was hast du im Leben gemeis­tert, was du nie gedacht hättest? Ich gehe gar nicht gerne in Kranken­häuser, sei es auf Besuch oder zur Unter­suchung. Ich füh­le mich unsich­er, bin aufgeregt und habe einen flauen Magen. Als ich sel­ber eine Oper­a­tion vor mir hat­te, war ich erstaunt, wie ruhig und gelassen ich diesen Ein­griff annehmen kon­nte. Da hat mir mein Glaube und das Ver­trauen, dass alles gut kommt, die nötige Ruhe und Gelassen­heit gegeben.

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