Zu Besuch bei der Bergbauernfamilie auf der Alp

Für das diesjährige Berghil­fe­pro­jekt war ein Betrag von Fr. 8’000.– vorge­se­hen, zus­tande kam nun die erfreuliche Summe von Fr. 10’560.68. Allen Spenderin­nen und Spendern danke ich ganz her­zlich für ihre Grosszügigkeit. Ein Dankeschön ist inzwis­chen auch von Coop Paten­schaft für Bergge­bi­ete, unterze­ich­net von Joos Sut­ter, Ver­wal­tung­spräsi­dent von Coop Schweiz, per Brief eingetrof­fen. Diese Organ­i­sa­tion über­mit­telt uns jew­eils Vorschläge für Nothil­fe. Mit dem Wan­der­bus erre­icht man das Sparen­moos ober­halb von Zweisim­men auf ein­er Höhe von 1’600 Metern. Dann geht es wan­dernd zur Alp, auf der die Bauern­fam­i­lie während drei Monat­en sesshaft ist. Die fün­fköp­fige Fam­i­lie empf­ing mich mit gross­er Her­zlichkeit und Dankbarkeit. Sie erzählte einiges über ihren Tagesablauf. Bere­its um fünf Uhr müssen die Kühe gemolken, bevor sie dann auf die Wei­de getrieben wer­den. Bei schönem Wet­ter wird im Tal­ge­bi­et, wo das Vieh den Herb­st und Win­ter ver­bringt, geheut. Auf den Alp­wiesen müssen Unkraut, vor allem Black­en, ent­fer­nt und Zäune aus­gebessert wer­den. Bei gross­er Hitze bleibt das Vieh im Stall und ist erst nachts draussen. Alle zwei Tage liefert der Berg­bauer die Bio Milch ins Tal, die schliesslich von der Molk­erei Emmi ver­ar­beit­et wird. Obwohl die drei Kinder noch im schulpflichti­gen Alter sind, ist für den dreizehn­jähri­gen Sohn klar, dass auch er eine land­wirtschaftliche Lehre absolvieren möchte. Ein­drück­lich vor allem, wie beschei­den die Fam­i­lie in der 130jährigen Alphütte lebt. Direkt hin­ter der Küche ist der Stall, darüber der Heu­stock und nebe­nan ein Schlaf­gaden. Auf meine Frage, wofür unsere Spende vor allem einge­set­zt wird, erwäh­nen sie die bei­den kosten­in­ten­siv­en drin­gend­sten Vorhaben: Die Trak­tor­reparatur für 17’000 Franken und die noch vor Win­ter­be­ginn zu instal­lierende Pel­letheizung im Tal­hof.  Daher bracht­en sie ihre Dankbarkeit auch in einem Kärtchen, das sie mir über­gaben, zum Aus­druck. Darin schreiben sie unter anderem: «Vie­len her­zlichen Dank für die grosszügige Spende, worüber wir uns riesig gefreut haben.» Mit vie­len pos­i­tiv­en Ein­drück­en ver­liess ich die sym­pa­this­che Fam­i­lie und genoss eine kleine Wan­derung in der alpinen Land­schaft.

Armin Zim­mer­mann

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