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Mar­iä Him­melfahrt (Tiz­ian); Wiki­me­dia Com­mons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 (Abgerufen unter: wikimedia.org)

Die Evan­gelien sagen uns nichts darüber, was mit Maria nach ihrem Tod geschieht. Doch das Beken­nt­nis, dass Maria nach ihrem leib­lichen Tod (die soge­nan­nte Dor­mi­tio, nach der Tra­di­tion der ori­en­tal­is­chen Kirchen) in den Him­mel aufgenom­men wurde, beruht auf diesen weni­gen Versen aus der Offen­barung. Der Apos­tel Johannes berichtet uns von ein­er schwan­geren Frau in den Wehen, deren bald zur Welt kom­mendes Kind vom Satan bedro­ht wird. Doch in dieser Vision wird das Kind von Gott aus den Hän­den Satans gerettet und an seine Seite gebracht. Die Mut­ter hinge­gen wird in die Wüste geschickt, von Gott beschützt. Er schickt sie nicht ins irdis­che Paradies, wie wir uns vielle­icht die ide­ale Welt vorstellen, son­dern an einen Ort wie unsere Erde, voller Leid, weil sie immer mehr der Liebe beraubt ist. Eine Wüste, in der Gott seinem Volk eine Zuflucht bere­it­et, einen sicheren Ort wo man leben, lieben und hof­fen darf.

Die Geburt Jesu ist die Wiederge­burt der Hoff­nung der Welt, die kein Satan jemals aus­löschen kann. Maria ist der geschützte Ort, an dem wir auf dieser Erde bere­its die Schön­heit eines Stücks Paradies erfahren; deshalb ist sie Wahrze­ichen der Kirche. Und über allem tri­um­phiert die Hand Gottes, die uns den sicht­baren und unsicht­baren Mächt­en dieser Welt entreisst.

Wie ihr Sohn ist auch Maria gestor­ben; wie ihr Sohn wurde sie wieder zum Leben erweckt. Der feier­liche Ruf, den die Engel an Maria richt­en, ist genau die Ver­heis­sung, dass die Mächti­gen früher oder später von ihren Thro­nen stürzen, während die Demüti­gen zur wahren Seele der Welt wer­den.

Don Raf­faele Buono, Mis­sione Cat­toli­ca Ital­iana Liestal

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