Das Antoniusbrot – eine Tradition der Dankbarkeit

Das Antoniusbrot – eine Tradition der Dankbarkeit

Der Brauch des „Anto­nius­brots“ geht auf eine berührende Über­liefer­ung aus dem Leben des heili­gen Anto­nius von Pad­ua zurück.

Die Geschichte erzählt vom kleinen Tom­masi­no, einem erst 20 Monate alten Jun­gen. Für einen kurzen Moment unbeauf­sichtigt, wird er leb­los in ein­er mit Wass­er gefüll­ten Waschwanne gefun­den. In ihrer Verzwei­flung betet seine Mut­ter zum heili­gen Anto­nius und ver­spricht: Wenn ihr Kind gerettet werde, wolle sie den Armen so viel Brot schenken, wie der Junge wiegt. Auf wun­der­bare Weise kehrt Tom­masi­no ins Leben zurück.

Aus diesem Ereig­nis ent­stand der Brauch des pon­dus pueri („Gewicht des Kindes“): Eltern bit­ten den heili­gen Anto­nius um Schutz für ihre Kinder und ver­sprechen im Gegen­zug eine Brot­spende. Daraus entwick­elte sich die Tra­di­tion, am Fest des heili­gen Anto­nius kleine Brote zu seg­nen und zu verteilen – das soge­nan­nte Anto­nius­brot.

Bis heute find­et sich in vie­len Kirchen eine Stat­ue des heili­gen Anto­nius, oft ver­bun­den mit einem Opfer­stock oder ein­er Sam­mel­stelle mit der Auf­schrift „Anto­nius­brot“. Men­schen ver­trauen sich dem Heili­gen an, bit­ten ihn um Für­sprache und Hil­fe in schwieri­gen Lebensla­gen. Anto­nius, der schon zu Lebzeit­en vie­len Men­schen mit Rat und Tat bei­s­tand, gilt bis heute als Für­sprech­er der Bedürfti­gen und Suchen­den.

Weniger bekan­nt ist, dass auch die Car­i­tas Anto­ni­ana, die Hil­f­swerke des heili­gen Anto­nius für Men­schen in Not weltweit, auf diese Brot­spende zurück­ge­ht. Das Anto­nius­brot ste­ht damit nicht nur für ein Wun­der, son­dern eben­so für Dankbarkeit und tätige Näch­sten­liebe.

Auch wir erfahren immer wieder Hil­fe – manch­mal auf uner­wartete Weise, manch­mal so, dass sie uns wie ein kleines Wun­der erscheint. Die Geschichte des Anto­nius­brots lädt uns ein, darüber nachzu­denken: Sind wir dankbar für erfahrene Hil­fe? Und sind wir bere­it, aus dieser Dankbarkeit her­aus anderen beizuste­hen?

In diesem Sinne feiern wir am 14. Juni unser Patrozini­um zu Ehren des heili­gen Anto­nius von Pad­ua. Es begin­nt um 10.30 Uhr mit einem Fest­gottes­di­enst, anschliessend laden wir her­zlich zum Pfar­reifest ein. Weit­ere Infor­ma­tio­nen find­en Sie unter www.rkk-pratteln-augst.ch.


Her­zlich willkom­men!

Anto­niusstat­ue in der Kirche St. Anton
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