Melodie
Bild: © reckfilm.ch

Melodie

Eine Sen­nin singt den Alpsegen vor der Bergkulisse des Alp­steins. Eine Musik­ther­a­peutin singt für ein Frühge­borenes, das mit Sauer­stoff­schlauch in der Nase auf der Brust der Mut­ter liegt. Eine Gruppe trom­melt am Frauen­streik.

Musik ist Schwingung, und wir Lebe­we­sen sind Klangkör­p­er und haben die Fähigkeit, in Res­o­nanz zu gehen. Immer wieder erfährt die Zuschauerin, wie die Musik mit dem Kör­p­er in Res­o­nanz geht: wenn sich die Härchen auf dem Arm aufricht­en, wenn sich ein Kloss im Hals bildet, wenn die Trä­nen in die Augen schiessen oder der Fuss im Takt der Musik zu wip­pen begin­nt.

Musik provoziert aber nicht nur intime kör­per­liche Reak­tio­nen, son­dern sie ver­mag Men­schen miteinan­der zu verbinden. «Melodie» ist eine Hom­mage an die Lieder dieser Welt und erin­nert uns daran, dass wir mit unserem Kör­p­er ein per­fek­tes Instru­ment geschenkt bekom­men haben, um uns zu freuen und mit anderen in Res­o­nanz zu gehen.

«Melodie», Schweiz, 2025; Regie: Anka Schmid; ​Kinos­tart: 5. März

Eva Meienberg
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