Von der Kunst, Ferien zu machen
Endlich Ferien ! Wir haben darauf gewartet und möchten sie in vollen Zügen geniessen. Dabei sind wir immer in Gefahr, möglichst viel in die schönsten Tage des Jahres hineinzupacken. Wir bringen uns unter Druck und vergessen die bewährte Regel, dass weniger oft mehr ist. Beim Packen beginnt es. Immer wieder nehmen wir zu viele Bücher mit, die wir dann doch nicht lesen. Und Seil und Pickel für eine Hochtour, die wir dann doch nicht machen. Da kann es hilfreich sein, zu Beginn des Urlaubs sich hinzusetzen und sich zu frage : Was brauchen mein Körper und meine Seele wirklich, und was brauche sie nicht ?
Entschleunigung, Reduktion von Komplexität, weniger Getue und Gerede und mehr Ruhe und Stille.
Tun Sie in den Ferien einmal etwas Verrücktes — nämlich nichts. Gehen Sie ruhig spazieren, setzen Sie sich hin und atmen Sie. Atmen Sie ein, atmen Sie aus, atmen Sie auf ! Noch besser : Lassen Sie sich atmen. Und Sie erfahren, wie sehr Sie zur Ruhe kommen, ganz still werden.
Der Textausschnitt stammt von Niklaus Brantschen und mit dem Wunsch zum Nachdenken anzuregen und Inspiration zu schenken.

