Persönliche Worte

Persönliche Worte

unseres Pas­toral­raum- und Gemein­deleit­ers

Anto­nia Hasler, Region­alver­ant­wortliche, beauf­tragt Mar­tin Brun­ner-Artho

Liebe Ange­hörige der Pfar­reien Aar­burg und Rothrist,

Beim Schreiben dieser Zeilen ist es etwa zehn Tage her, seit ich hier im Pas­toral­raum Aar­gau West tätig gewor­den bin. Vor­erst bin ich als Ler­nen­der, manch­mal auch als Staunen­der unter­wegs. Es ist mir wichtig, die Pfar­reien zuerst richtig ken­nen­zuler­nen, bevor ich eigene Ideen ein­bringe. So hat man es uns beim ersten Ein­satz mit der Beth­le­hem Mis­sion Immensee eingeschärft: Augen auf, Ohren auf, aber den Mund zu. Dieser Ratschlag hat sich in vie­len Lebenssi­t­u­a­tio­nen bewährt.

Über­all tre­ffe ich engagierte Men­schen — in Rothrist, Aar­burg, Zofin­gen oder Stren­gel­bach. Über­all wurde ich her­zlich aufgenom­men. Natür­lich fra­gen sich die Team­mit­glieder in Zofin­gen und Aar­burg, was der Neue wohl verän­dern wird. Das gehört dazu.

Meine Anstel­lung ist gle­ich eine dreifache: Ein­er­seits bin ich Gemein­deleit­er von Zofin­gen-Stren­gel­bach, ander­er­seits jen­er von Aar­burg-Rothrist und zugle­ich auch Pas­toral­raum­leit­er. Zum Glück gibt es über­all Frauen und Män­ner vor Ort, die selb­ständig und kom­pe­tent ihre Auf­gaben wahrnehmen. Darüber bin ich sehr froh.

Für die Errich­tung des Pas­toral­raums sind bere­its viele Anstren­gun­gen unter­nom­men wor­den. So richtig geklappt hat es schein­bar noch nicht. Oder doch? Ich meine bere­its vieles zu beobacht­en, das im Zusam­menwach­sen begrif­f­en ist – sei es in der Jugen­dar­beit, in der Kat­e­ch­ese, in der Liturgie oder auch auf Seit­en der Kirchge­mein­den.

Die Idee des Pas­toral­raums beste­ht darin, nicht mehr nur selb­st­genügsam und örtlich rund um den eige­nen Kirch­turm zu denken, son­dern räum­lich und sol­i­darisch. Denn nur gemein­sam kön­nen wir wirk­lich Kirche sein. Das ist Teil von unserem katholis­chen Selb­stver­ständ­nis.

Ein­drück­lich hat mir dies vor Jahren ein tansanis­ch­er Kapuzin­er vor Augen geführt. «Mar­tin», meinte er, «ver­giss nicht: Wir beten das Vaterunser!» Vaterunser ist ein Plur­al. Nie­man­dem kommt es in den Sinn, für sich allein ein Vater­mein zu beten. Automa­tisch schliessen wir andere Mitchristin­nen und Mitchris­ten in unser Gebet ein – und wer­den gle­ichzeit­ig von ihnen in ihr Gebet miteingeschlossen.

So sehe ich einen Pas­toral­raum nicht ein­fach als Ver­wal­tung­sein­heit, son­dern als einen Gebets- und Glauben­sraum. Darin darf es viele unter­schiedliche Grup­pen und Ange­bote geben, die allerd­ings nicht los­gelöst nebeneinan­der­ste­hen, son­dern eine Gemein­schaft von Gemein­schaften bilden. Gemein­schaften, die sich auch um das Ganze küm­mern.

Sil­vio Buch­er, Kirchge­meinde Zofin­gen-Stren­gel­bach, Mar­tin Brun­ner-Artho und Trudy Man­gold, Kirchge­meinde Aar­burg-Rothrist

Vor­erst freue ich mich darauf, die Pfar­reien noch bess­er und hof­fentlich bei guter Gele­gen­heit auch viele von Ihnen per­sön­lich ken­nen­zuler­nen.

Diakon Mar­tin Brun­ner-Artho

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